Weniger Leistung darf mehr kosten

Anzeigentarife Diverse Printmedien erhöhen ihre Inseratenpreise für 2005 trotz rückläufigen Leserzahlen.

Anzeigentarife Diverse Printmedien erhöhen ihre Inseratenpreise für 2005 trotz rückläufigen Leserzahlen.Das Publimedia Forum 2004 servierte einen ersten Überblick über die Trends bei den Anzeigentarifen 2005. Dabei zeigt sich, dass die Anpassungen bei einer Mehrheit der Titel durchaus den Entwicklungen im Lesermarkt gerecht werden.Aber nicht nur: So schlägt etwa die Neue Zürcher Zeitung trotz gesunkenen Leserzahlen bei den Schwarzweissanzeigen um 2,6 Prozent auf, reduziert aber gleichzeitig die Vierfarbenpreise um 6,5 Prozent. Beim Tages-Anzeiger beträgt der Aufschlag 1 Prozent, das Bieler Tagblatt erhöht um 2,4 Prozent. Die St. Galler Nachrichten, die über ein Fünftel Leser hinzugewonnen haben, werden um 3 Prozent teurer. Die weiteren Aufschläge: Le Matin semaine 2,5 Prozent, Basellandschaftliche Zeitung 1,6 Prozent, 24 Heures 1,5 Prozent, Le Matin dimanche 1,5 Prozent, Le Temps 1,3 Prozent, Neue Luzerner Zeitung 1 Prozent, Walliser Bote
1 Prozent, Berner Zeitung 0,9 Prozent, St. Galler Tagblatt 0,8 Prozent, Basler Zeitung 0,7 Prozent.
Mehr Leser, höhere Tarife
Jene Zeitschriften, die Anpassungen nach oben vorgenommen haben, tun dies meistens im Zuge gestiegener Leserzahlen. Das gilt für Edelweiss, das 7,6 Prozent aufschlägt, aber auch für Bolero und Cosmopolitan, die 2,9 bzw. 5 Prozent mehr verlangen. Ebenfalls bei Bon à Savoir und TV 8 spiegeln sich die hohen Leserschaftsgewinne mit Aufschlägen von 6 bzw. 5,9 Prozent bei den Inseratetarifen.
Eher selten anzutreffen sind hingegen Preissenkungen. So fährt der Blick zwar eine Nullrunde bei den Schwarzweissanzeigen, reduziert aber die Vierfärber um 5 Prozent. Einen massiven Abschlag um 10 Prozent gibt es bei Facts, das laut Mach Basic 2004 im genau gleichen Ausmass Leser verloren hat.
Andererseits verzichten Wirtschaftsblätter wie Cash und Finanz und Wirtschaft auf Preissenkungen, obschon sie im Lesermarkt deutlich geschwächt sind. Das bezüglich Leserzahlen ebenfalls rückläufige Bilan schlägt sogar um 2 Prozent auf.
Daniel Schifferle

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