Weniger Arbeit für Lauterkeitskommission
Die Schweizerische Lauterkeitskommission (SLK) hat im letzten Jahr 79 Beschwerden und 9 Rekurse behandelt. Knapp die Hälfte davon wurden gutgeheissen, wie dem am Dienstag veröffentlichten Tätigkeitsbericht zu entnehmen ist.
Aggressive Verkaufsmethoden waren – wie in den Vorjahren – der Hauptgrund für Beschwerden. Die drei Kammern der SLK hatten 12 Fälle weniger zu beurteilen als im Jahr zuvor. Diese Entwicklung sei erfreulich, aber noch nicht sehr aussagekräftig, heisst es in einer Mitteilung der Kommission. Sie zeige aber, dass die SLK-Arbeit offenbar wirke und die Branche die Grundsätze der fairen Kommunikation verinnerlicht habe. Über 40 Prozent der Beschwerden betrafen aggressive Verkaufsmethoden. An zweiter Stelle folgen Fälle von Geschlechterdiskriminierung (13 Prozent). Mehr als einmal sei auch der Mann als diskriminiertes Geschlecht beanstandet worden, schreibt die SLK. Knapp 10 Prozent der Fälle betrafen Werbung für Tabakwaren und Alkoholika.
Mehr als die Hälfte der Beschwerden wurden mit zwei Gesetzesartikel begründet. Es ging um Täuschung oder in anderer Weise gegen den Grundsatz von Treu und Glauben verstossendes Verhalten (29 Prozent) und das Nichtbeachten des Sterneintrags im Telefonbuch (24 Prozent). Bei 11 Prozent war der Anlass «unrichtige oder irreführende Angaben über sich selbst». (SDA)
