«UBER-flieger» Joachimsthaler: mit Schwung und Empathie ins digitale Zeitalter

MARKETING-TREND-TAGUNG Am 16. März trafen sich 500 Marketing-Interessierte zur 26. Marketing-Trend-Tagung der Gesellschaft für Marketing – GfM im Dolder Grand in Zürich. Der diesjährige Anlass stand unter dem Titel «Marketing&Innovation».
Erich Joachimsthaler GfM Trendtagung 2016
Erich Joachimsthaler von Vivaldi Partners.VON CHRISTOPH OGGENFUSS*Um es vorweg zu nehmen: Die mit dem Titel geweckten Erwartungen wurden erfüllt.Den Organisatoren rund um den Präsidenten der GfM Ulrich H. Moser ist es gelungen zum Tagesthema eine vielfältige Gruppe von Speakern einzuladen, die grösstenteils anregende, relevante und aktuelle Inhalte präsentierten, teilweise auch theatralisch vorgetragen wie z.B. von Erich Joachimsthaler von Vivaldi Partners.Das gute Eröffnungsreferat von Professor Torsten Tomczak von der Universität St. Gallen hatte, wie zu erwarten war, eine hilfreiche Auslegeordnung und thematische Grundstruktur gelegt. Die nachfolgenden Beiträge konnten somit erkennbare Bezüge dazu herstellen, was für das Verstehen von Zusammenhängen hilfreich war.Nicht, dass alle Referate gegenseitig widerspruchsfrei waren, ganz im Gegenteil. Gedankliche Anregungen wurden jedenfalls reichlich geliefert.Stellvertretend für die Inhalte der Referatsbeiträge seien hier einige Schlüsselstatements erwähnt:- «Die zwei relevanten Marketing-Innovationsfelder sind der Marketing-Mix und das Geschäftsmodell.» – Tomzcak- «Die Konversionsrate als Schlüsselmessgrösse zwingt Marketing und Produkt-Management zur Kooperation.» – Brand- «Mobile wird immer noch stark unterschätzt.» – Brand- «Von Unternehmenseffizienz zu Kundeneffizienz.» – Joachimsthaler- «UBER weckt Argwohn von Taxifahrern weil ein tradierter, stark regulierter Markt aufgebrochen wird.» – Jalali- «Wir haben einen Shitstorm durch glaubwürdige Follow-up-Kommunikation nutzen können um Vertrauen zurückzugewinnen.» – Glisenti- «Die what-if Frage als Kreativitätsansatz.» – Dru/CoppettiWas bei Showcases, wie dem Laufschuh-Hersteller„on“, auffiel war, dass nicht auch kritischen Belange dargestellt wurden um zu verstehen welche Lessons die Zuhörer davon mitnehmen könnten.Mit dem Begriff Disruption haben sich die Referenten auch in diesem Jahr schwer getan. Der Ausdruck blieb weitgehend als Schlagwort im Raum stehen. Dabei ist der von Harvard Professor Clayton Christensen vor zwanzig Jahren entwickelt hat auch auf YouTube bestens dokumentiert.Im krassen Unterschied zum Beitrag von Erich Joachimsthaler haben die Schweiz-stämmigen Referenten bezüglich Empathie noch deutlich Luft nach oben. Einmal mehr war die Moderation von Daniela Lager charmant, kompetent und unterhaltsam – bei ihr braucht es definitiv keine disruptive Veränderung! Es ist der GfM zu wünschen, dass sie den diesjährigen thematisch relevanten auftritt fortsetzen kann. Beim Tempo des digitalen Wandels ist das eine echte Herausforderung.Mehr Infos unter: www.marketing-trend-tagung.ch

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