Swissness steht für Innovationsgeist
Awards In ihrer 29. Ausgabe sind über 450 Firmen und Nonprofit-Organisationen ins Wettrennen um die achte Marketing Trophy gestiegen.Pioniergeist weist den Weg in die Zukunft und wurde prämiert.
Awards In ihrer 29. Ausgabe sind über 450 Firmen und Nonprofit-Organisationen ins Wettrennen um die achte Marketing Trophy gestiegen.
Pioniergeist weist den Weg in die Zukunft und wurde prämiert.
Für Hochspannung war gesorgt. Die achtköpfige Jury der MarketingTrophy hatte 14 Unternehmen aus den Kategorien Klein- (bis 49 Angestellte), Mittel- und Grossunternehmen (über 300 Mitarbeitende) sowie Nonprofit-Organisationen nominiert. Die Gewinner stammen aus den unterschiedlichsten Branchen, sind aber allesamt etabliert. So wie das Zürcher Unternehmen Blacksocks, das seit 1999 die Sockensorgen mit einem Abo für Waden- und Kniestrümpfe löst.
Internetflop überlebtDas Geschäftskonzept hat mittlerweile mehrere Nachahmer auf den Plan gerufen, die auch Unterwäsche für sie und ihn im Abo anbieten. Trotzdem ist es den beiden Gründervätern Marcel Roth und Samy Liechti gelungen, mit der klaren Vision und dem auf Entscheidungsträger fokussierten Marketing dem Platzen der Internetblase zu entkommen. Ein treuer, aber nunmehr langsam wachsender internationaler Kundenstamm, die Beteiligung an Bonusprogrammen sowie das Outsourcing der Kernprozesse sowie der Infrastruktur konnten das Unternehmen nicht von der Stagnation ins Wachstum führen.
Diesem Problem begegnete die Firma mit dem Projekt «Wachstums-Burst 04», Kundenakquisition mit einem haushälterischen Budget. Die Strategie umfasste das Radiosponsoring des Strassenzustandsberichts auf DRS 3, die Lancierung von Testsokken und die Überarbeitung der neu animierten Website und der CI. Liechti will die Umsatzentwicklung nicht offenbaren, verweist dafür lieber auf die anderen Eckdaten: 17000 Kunden in rund 35 Ländern.
Bei den mittelgrossen Unternehmen machte Vifor buchstäblich aus Eisen Gold, so, wie es der Präsident des VR von Galenica Etienne Jornod einmal gesagt hatte. Dank der Eisentherapie Venofer zur Bildung von roten Blutkörperchen wurde der internationale Industriebereich des Berner Pharmakonzerns zu einem wichtigen Umsatzträger der Holding. Durch das gezielte «Life Cycle Management» konnte Vifor das Präparat als Leader auf dem Weltmarkt positionieren. Die Spezialität gehört zu den Medikamenten, mit denen der Schweizer Pharmagrossist über die Hälfte seines Betriebsergebnisses erzielt.
Mit dem Vorzeige-Case, der fulminanten Lancierung des gekühlten Lifestyle-Getränks «Caffè Latte», holte sich in der Kategorie Grossunternehmen die grösste Milchverarbeiterin der Schweiz, Emmi Frischprodukte AG, die begehrte Goldtrophäe ab. Vor nicht einmal einem Jahr brachte der Luzerner Lebensmittelkonzern in sechs europäischen Ländern das Frischegetränk in drei Geschmacksrichtungen auf den Markt. Nebst dem Celebrity Endorsement mit DJ Bobo und Roger Federer in den integrierten Marketingaktivitäten above und below the line führen die Verantwortlichen den raschen Durchbruch nicht zuletzt auf «die herausragende Produktqualität zurück». Zudem beschritt Emmi mit der unverwechselbaren Verpackung neue Wege.
So setzte sich Caffè Latte bei den traditionellen Kaffeeliebhabern wie bei Neueinsteigern durch, und das inzwischen in 13 europäischen Ländern. Das sei noch längst nicht alles, ist man in Luzern überzeugt: Als «beträchtlich» wird das Entwicklungspotenzial eingestuft. Mit der prämierten Erfolgsgeschichte dürfte Emmi dem Anspruch der Trendsetter-Molkerei Europas einen Schritt näher gekommen zu sein. Auf den Lorbeeren ruht sie sich aber nicht aus, will sie doch in wenigen Wochen erneut mit der Markteinführung eines Genussproduktes innovative Akzente setzen.
Siegreich: Mit Caffè Latte holte die Emmi Frischprodukte AG die begehrte Goldtrophäe.
Luca Aloisi
Pioniergeist weist den Weg in die Zukunft und wurde prämiert.
Für Hochspannung war gesorgt. Die achtköpfige Jury der MarketingTrophy hatte 14 Unternehmen aus den Kategorien Klein- (bis 49 Angestellte), Mittel- und Grossunternehmen (über 300 Mitarbeitende) sowie Nonprofit-Organisationen nominiert. Die Gewinner stammen aus den unterschiedlichsten Branchen, sind aber allesamt etabliert. So wie das Zürcher Unternehmen Blacksocks, das seit 1999 die Sockensorgen mit einem Abo für Waden- und Kniestrümpfe löst.
Internetflop überlebtDas Geschäftskonzept hat mittlerweile mehrere Nachahmer auf den Plan gerufen, die auch Unterwäsche für sie und ihn im Abo anbieten. Trotzdem ist es den beiden Gründervätern Marcel Roth und Samy Liechti gelungen, mit der klaren Vision und dem auf Entscheidungsträger fokussierten Marketing dem Platzen der Internetblase zu entkommen. Ein treuer, aber nunmehr langsam wachsender internationaler Kundenstamm, die Beteiligung an Bonusprogrammen sowie das Outsourcing der Kernprozesse sowie der Infrastruktur konnten das Unternehmen nicht von der Stagnation ins Wachstum führen.
Diesem Problem begegnete die Firma mit dem Projekt «Wachstums-Burst 04», Kundenakquisition mit einem haushälterischen Budget. Die Strategie umfasste das Radiosponsoring des Strassenzustandsberichts auf DRS 3, die Lancierung von Testsokken und die Überarbeitung der neu animierten Website und der CI. Liechti will die Umsatzentwicklung nicht offenbaren, verweist dafür lieber auf die anderen Eckdaten: 17000 Kunden in rund 35 Ländern.
Bei den mittelgrossen Unternehmen machte Vifor buchstäblich aus Eisen Gold, so, wie es der Präsident des VR von Galenica Etienne Jornod einmal gesagt hatte. Dank der Eisentherapie Venofer zur Bildung von roten Blutkörperchen wurde der internationale Industriebereich des Berner Pharmakonzerns zu einem wichtigen Umsatzträger der Holding. Durch das gezielte «Life Cycle Management» konnte Vifor das Präparat als Leader auf dem Weltmarkt positionieren. Die Spezialität gehört zu den Medikamenten, mit denen der Schweizer Pharmagrossist über die Hälfte seines Betriebsergebnisses erzielt.
Mit dem Vorzeige-Case, der fulminanten Lancierung des gekühlten Lifestyle-Getränks «Caffè Latte», holte sich in der Kategorie Grossunternehmen die grösste Milchverarbeiterin der Schweiz, Emmi Frischprodukte AG, die begehrte Goldtrophäe ab. Vor nicht einmal einem Jahr brachte der Luzerner Lebensmittelkonzern in sechs europäischen Ländern das Frischegetränk in drei Geschmacksrichtungen auf den Markt. Nebst dem Celebrity Endorsement mit DJ Bobo und Roger Federer in den integrierten Marketingaktivitäten above und below the line führen die Verantwortlichen den raschen Durchbruch nicht zuletzt auf «die herausragende Produktqualität zurück». Zudem beschritt Emmi mit der unverwechselbaren Verpackung neue Wege.
So setzte sich Caffè Latte bei den traditionellen Kaffeeliebhabern wie bei Neueinsteigern durch, und das inzwischen in 13 europäischen Ländern. Das sei noch längst nicht alles, ist man in Luzern überzeugt: Als «beträchtlich» wird das Entwicklungspotenzial eingestuft. Mit der prämierten Erfolgsgeschichte dürfte Emmi dem Anspruch der Trendsetter-Molkerei Europas einen Schritt näher gekommen zu sein. Auf den Lorbeeren ruht sie sich aber nicht aus, will sie doch in wenigen Wochen erneut mit der Markteinführung eines Genussproduktes innovative Akzente setzen.
Siegreich: Mit Caffè Latte holte die Emmi Frischprodukte AG die begehrte Goldtrophäe.
Luca Aloisi
