SW: Werbeverbote tun allen weh!

Die Schweizer Werbung SW hat eine Kampagne gegen Werbeverbote lanciert. Im Mittelpunkt der von Euro RSCG gestalteten Kampagne steht der Slogan «Werbeverbote tun allen weh».

Bei Werbeverboten wird meist ausser Acht gelassen, das sie auch negative Folgen haben können: Auf die werbenden Unternehmen, auf die Werbeindustrie und nicht zuletzt auf die Medien, so SW in einer Mitteilung vom Mittwoch. Dafür soll die aktuelle Inserate-, Plakat- und Online-Kampagne von SW Schweizer Werbung mit dem gestutzten Pfau die politischen Kräfte wie die Öffentlichkeit sensibilisieren.  

Der Claim «Werbeverbote tun allen weh» und ein traurig blickender Pfau, dessen Federpracht gestutzt worden ist, sollen darauf hinweisen, dass werben an sich eine ganz natürliche Sache ist. Werbeverbote greifen deshalb stark in die Souveränität des Einzelnen ein, heisst es in der SW-Mitteilung weiter. Mit teilweise fatalen Folgen. Auf die kommerzielle Kommunikation übertragen bedeute das unter anderem:
– eingeschränkte Informationen für die Konsumenten
– weniger Einnahmen für die Medien und damit eine Gefährdung der Medienfreiheit
– reduzierte Markenbekanntheit und damit schrumpfender Markenwert
– geringere Wirtschaftsfreiheit
– gefährdete Arbeitsplätze

Die Kampagne, die von der Werbeagentur Euro RSCG kreiert worden ist, wurde von diversen Verbandsmitglieder und Medienhäuser unterstützt. Der gestutzte Pfau taucht während der laufenden Herbstsession der eidgenössischen Räte zwischen 10. und 28. September in den folgenden Medien auf:
 
Online bei Tamedia und Goldbach Audience: Sogenannte House Ads auf mehr als 130 Websites. Ausserdem an 100 Plakatstellen von APG in Bern, Basel und Zürich, sowie in folgenden Zeitungen:

– AZ Medien: Aargauer Zeitung, Mittellandzeitung
– Basler Zeitung
– Corriere del Ticino
– La Regione Ticino
– LZ Medien: Neue Luzerner Zeitung, Zentralschweiz am Sonntag
– NZZ: Neue Zürcher Zeitung, NZZ am Sonntag
– Ringier: Blick, Blick am Abend, SonntagsBlick
– Südostschweiz Medien: Die Südostschweiz, Die Südostschweiz am Sonntag
– St. Galler Tagblatt
– Tamedia: Tages-Anzeiger, Berner Zeitung, SonntagsZeitung, 20 Minuten, Le Matin, Le Matin Dimanche, Tribune de Genève, 24 Heures

«Werbeverbote tun allen weh»
In welchem Mass Werbeverbote gesellschaftliche Probleme zu lösen vermögen, ist alles andere als klar. Darüber können auch Entscheide wie diejenige der australischen Behörden, für Zigaretten nur noch Einheitspackungen zuzulassen, nicht hinwegtäuschen. Damit stellt sich die Frage nach Aufwand und Ertrag. SW Schweizer Werbung als Dachverband der Werbeauftraggeber, Werbeagenturen und Medienunternehmen im Bereich der kommerziellen Kommunikation ist der Ansicht, dass in vielen Fällen die Ertragsseite geschönt wird, während man sich beim Aufwand auf beiden Augen blind stellt. Dieses Missverständnis prangt die aktuelle Kampagne von SW Schweizer Werbung an.  

Sämtliche Argumente gegen Werbeverbote und noch viel mehr zugunsten der kommmerziellen Kommunikation hat SW Schweizer Werbung in der Broschüre «Stopp Werbeverbote» zusammengefasst.

 

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