Stressabbau im Wechselschritt
Warum Sie häufiger Tango tanzen sollten. Von Anne-Friederike Wilhelm.
Krise, Stau und Schweinegrippe, Minarettdebatte, Polanski und Besuch von Tante Käthe – Herrgottsakramentodonnerwetternocheinmal, muss das denn wirklich alles sein? Ruhig Blut! Gehen Sie mal wieder Tango tanzen. Das beruhigt nämlich ungemein. Was Frauen immer schon wussten und Männer immer schon leugneten, belegt nun eine wissenschaftliche Studie der Frankfurter Goethe-Universität: Tanzen ist toll.
Die gebürtige Kolumbianerin Cynthia Quiroga Murcia fragte sich, warum Paartanz für die Freizeitgestaltung in der Schweiz und in Deutschland eine so geringe Rolle spielt. Macht es den grundsteifen Herrschaften dort womöglich keine Freude? Das wollte Murcia genau wissen und untersuchte in ihrer Doktorarbeit, was mit Paaren neben schmerzhaften Verrenkungen während des Tangotanzens noch passiert. Von 22 Paaren nahm sie vor und nach dem Tanzen Speichelproben und mass die Hormonkonzentration. Ausserdem schätzten die Tänzerinnen und Tänzer ihre Emotionen mit einem standardisierten Fragebogen selbst ein. Für Damen ist das Ergebnis wenig überraschend: Der erotische Tanz baut Stresshormone ab und vermehrt das Sexualhormon Testosteron. Also von wegen, liebe Herren: Tanzen stresst NICHT. Im Gegenteil. Paartherapeuten versuchen seit Neuestem sogar, mit Tango verkrachte Beziehungen zu retten.
Wie gut man Tango tanzen können muss, damit die Sache mit dem Stressabbau klappt, verrät Murcia nicht. Höchstwahrscheinlich hat sie ihre Untersuchung aber an Paaren durchgeführt, bei denen der Tango bereits als Tango erkennbar war. Ob es die Hormonausschüttung eher beeinträchtigt oder beflügelt, wenn man mit dem hauseigenen Partner tanzt, lässt Murcia ebenfalls offen. Am besten ist wohl, Sie probieren es mal aus. Ein anwendungserprobter Tipp für die Damen: Netzstrümpfe können die Wirkung des flotten Tänzchens noch verstärken. Und für die Herren: Übernehmen Sie die Führung. So leicht macht sie Ihnen nie wieder keinen Stress.
Anne-Friederike Wilhelm
Die gebürtige Kolumbianerin Cynthia Quiroga Murcia fragte sich, warum Paartanz für die Freizeitgestaltung in der Schweiz und in Deutschland eine so geringe Rolle spielt. Macht es den grundsteifen Herrschaften dort womöglich keine Freude? Das wollte Murcia genau wissen und untersuchte in ihrer Doktorarbeit, was mit Paaren neben schmerzhaften Verrenkungen während des Tangotanzens noch passiert. Von 22 Paaren nahm sie vor und nach dem Tanzen Speichelproben und mass die Hormonkonzentration. Ausserdem schätzten die Tänzerinnen und Tänzer ihre Emotionen mit einem standardisierten Fragebogen selbst ein. Für Damen ist das Ergebnis wenig überraschend: Der erotische Tanz baut Stresshormone ab und vermehrt das Sexualhormon Testosteron. Also von wegen, liebe Herren: Tanzen stresst NICHT. Im Gegenteil. Paartherapeuten versuchen seit Neuestem sogar, mit Tango verkrachte Beziehungen zu retten.
Wie gut man Tango tanzen können muss, damit die Sache mit dem Stressabbau klappt, verrät Murcia nicht. Höchstwahrscheinlich hat sie ihre Untersuchung aber an Paaren durchgeführt, bei denen der Tango bereits als Tango erkennbar war. Ob es die Hormonausschüttung eher beeinträchtigt oder beflügelt, wenn man mit dem hauseigenen Partner tanzt, lässt Murcia ebenfalls offen. Am besten ist wohl, Sie probieren es mal aus. Ein anwendungserprobter Tipp für die Damen: Netzstrümpfe können die Wirkung des flotten Tänzchens noch verstärken. Und für die Herren: Übernehmen Sie die Führung. So leicht macht sie Ihnen nie wieder keinen Stress.
Anne-Friederike Wilhelm
