Schweizer Werbemarkt 2014 im leichten Aufwind
Das Volumen der Schweizer Werbewirtschaft nimmt 2014 um 1,75 Prozent zu. Das Wachstum fusst auf einer Zunahme der Werbung in Online- und Mobile-Medien sowie des Sponsorings. Dies zeigt die Werbemarkt-Studie der Media Research Group.
Das gesamte Kommunikationsvolumen für 2014 beträgt 5,9 Milliarden Franken. Dies sind 125 Millionen Franken mehr als im Vorjahr. Am meisten zu diesem Wachstum tragen die Online Medien (+ 100 Millionen Franken) bei. Aber auch das Sponsoring (+ 50 Millionen Franken) sowie die Mobile Medien (+ 25 Millionen) unterstützen das Wachstum. Die traditionellen klassischen Medien hingegen haben einen erneuten Verlust in der Höhe von 50 Millionen zu zu beklagen.
Die Media-Spendings, also die Ausgaben der Top 750-Auftraggeber für Werbung in den klassischen Medien, belaufen sich 2014 auf 3,075 Milliarden Franken. Dies sind 75 Millionen Franken mehr als im Vorjahr. Dies bedeutet jedoch keineswegs ein Wiedererstarken der klassischen Medien. Im Gegenteil. Der Sinkflug der Zeitungen geht weiter. 2009 hatten die Zeitungen noch einen Marktanteil von 33,7 Prozent, im letzten Jahr betrug er noch 21,1 Prozent und 2014 beträgt er gemäss den Angaben der Werbeauftraggeber noch 20,1 Prozent. Ein Ende dieses Sturzflugs ist nicht absehbar. Anders bei der TV-Werbung. Diese schnellte im gleichen Zeitraum von 22,5 Prozent auf 30,9 Prozent hoch. Sie hat allerdings 2014 einen Rückgang auf 28 Prozent zu beklagen.
Trotz allem wird 2014 kein schlechtes Jahr für die Werbung – dank den Online- und Mobile-Medien. Die Online-Medien vermochten ihren Marktanteil im Zeitraum 2008-2014 zu verdoppeln. 2008 verfügten sie noch über einen Marktanteil von 9,3 Prozent. 2014 liegt er bereits bei 17,7 Prozent. Im Vorjahr lag er noch bei 14,7 Prozent. Ähnlich sieht es bei den Mobile-Medien aus. Sie lagen 2008 noch bei 0,5 Prozent und sind nun bei 2,5 Prozent angelangt. Die Online-Medien haben damit die Zeitschriften überholt und sich hinter TV und den Zeitungen an die dritte Stelle gesetzt. Die Mobile-Medien ihrerseits haben das Radio überholt und die rote Laterne an die Kino-Werbung abgegeben.
Interessant ist, mit welchen Kommunikationsmitteln es den Online- und Mobile Medien gelungen ist, diese Position zu erlangen. Die beiden Charts zeigen, wie viele der Top 750-Werbeauftraggeber prozentual den einzelnen Kommunikationsmitteln eine zunehmende (unveränderte, abnehmende) Bedeutung in ihrer Kommunikation beimessen und wie viele diese Kommunikationsmittel nicht einsetzen.


Der Anteil der nicht-klassischen Kommunikation an der gesamten Kommunikation beträgt 47,7 Prozent. Das grösste Kuchenstück geht an die Verkaufsförderung. Deren Marktanteil liegt seit 5 Jahren bei 13 Prozent. Praktisch gleich gross ist der Anteil der Direktwerbung. Allerdings ist deren Anteil rückläufig. 2009 betrug er noch 17,2 Prozent. 2014 beträgt er nur noch 12,9 Prozent. Auch bei der nicht-klassischen Kommunikation gibt es einen klaren Gewinner, und dies ist das Sponsoring. 2014 kann das Sponsoring seinen Marktanteil auf 11,7 Prozent erhöhen. 2009 lag er noch bei 9,8 Prozent und im Vorjahr bei 11 Prozent.
