Sanieren geht über Studieren
Unternehmensberater Ruf Lanz berät McKinsey bei der Werbung um Nachwuchstalente. Die Latte liegt hoch.
Unternehmensberater Ruf Lanz berät McKinsey bei der Werbung um Nachwuchstalente. Die Latte liegt hoch.Von der alten Swissair bis zur neuen Swisscom: Wo immer in der Schweiz ein wichtiges Unternehmen restrukturiert wird, haben die Unternehmensberater von McKinsey die Hände im Spiel. 11000 Angestellte hat das Unternehmen weltweit. Seit 1966 gibt es auch ein Büro in der Schweiz, das zurzeit 250 Leute beschäftigt, davon rund 170 Beraterinnen und Berater. Und immer wieder werden neue Talente gesucht. Deshalb hat McKinsey bei der Agentur Ruf Lanz eine Rekrutierungskampagne in Auftrag gegeben. Ruf Lanz hat den Job nach einem Pitch gewonnen. Es sei «kein Gegengeschäft mit McKinsey», witzelt CD Markus Ruf, denn es stünden in seiner Agentur «keine Restrukturierungsmassnahmen» an.Gesucht als zukünftige Beraterinnen und Berater werden Studenten der unterschiedlichsten Fachrichtungen. Rund 39 Prozent der Spezialisten bei McKinsey kommen aus dem Gebiet der Wirtschaftswissenschaften, 24 Prozent aus dem Ingenieurwesen, 19 Prozent sind Naturwissenschafter, 11 Prozent studierten Informatik und bemerkenswerterweise nur 3 Prozent Rechtswissenschaften. Die wichtigsten Anforderungen für einen Job bei McKinsey sind ein ausgezeichneter Hochschulabschluss, ausgeprägtes analytisches Denken und hervorragende Kommunikationsfähigkeiten.
Junge mit Ambitionen angepeilt
Es ist deshalb klar, dass mit der Rekrutierungskampagne für McKinsey «nicht ratlose 30-Semester-Studenten angesprochen werden sollten, sondern ambitionierte junge Leute, die noch nie mit der erstbesten Lösung zufrieden waren», erklärt Markus Ruf.
Die Agentur dramatisiert diesen elitären Anspruch mit einem Etui, das auffällig von der Norm abweicht. Im Etui sind neben einem Schreibwerkzeug ausschliesslich Radiergummis zu sehen. Jenes «Werkzeug» also, das man immer dann einsetzt, wenn man aus einer guten eine bessere Lösung machen will.
Das Etui des «unermüdlichen Optimierers» mit 21 Radiergummis und nur einem Bleistift kommt als Inserat in zahlreichen Studententiteln zum Einsatz, aber auch in der Neuen Zürcher Zeitung. «So sehen nebenbei auch die Kunden von McKinsey, dass sich die Firma stets um neue, ambitionierte Leute bemüht», meint Pius Fritschi bei McKinsey.
Die Inserate haben keinen Lauftext, sondern nur die Internet-
adresse von McKinsey. Auf der Site finden sich in Pop-ups die weiteren Informationen, was Markus Ruf als «zielgruppengerecht» empfindet.
Das Sujet wird konsequent in einer aufwändig gestalteten Broschüre weitergezogen, die selbst wie ein Etui daherkommt. Das Keyvisual soll schliesslich bei Informationsveranstaltungen an Hochschulen auch als Messestand positiv auffallen.
Um noch tiefer in die Welt der Universitäten hineinzukommen, hat Ruf Lanz zudem einen neuen Werbeträger entwickelt: Es handelt sich um einen Bleistift, der fast zur Hälfte aus Radiergummi besteht. Der Aufdruck: «McKinsey sucht Hochschulabsolventen, die nicht mit der erstbesten Lösung zufrieden sind.» Die Bleistifte werden an Universitäten in einem Dispenser angeboten.
«Unermüdliches Optimieren»: McKinsey sucht ehrgeizige Talente.
Andreas Panzeri
Junge mit Ambitionen angepeilt
Es ist deshalb klar, dass mit der Rekrutierungskampagne für McKinsey «nicht ratlose 30-Semester-Studenten angesprochen werden sollten, sondern ambitionierte junge Leute, die noch nie mit der erstbesten Lösung zufrieden waren», erklärt Markus Ruf.
Die Agentur dramatisiert diesen elitären Anspruch mit einem Etui, das auffällig von der Norm abweicht. Im Etui sind neben einem Schreibwerkzeug ausschliesslich Radiergummis zu sehen. Jenes «Werkzeug» also, das man immer dann einsetzt, wenn man aus einer guten eine bessere Lösung machen will.
Das Etui des «unermüdlichen Optimierers» mit 21 Radiergummis und nur einem Bleistift kommt als Inserat in zahlreichen Studententiteln zum Einsatz, aber auch in der Neuen Zürcher Zeitung. «So sehen nebenbei auch die Kunden von McKinsey, dass sich die Firma stets um neue, ambitionierte Leute bemüht», meint Pius Fritschi bei McKinsey.
Die Inserate haben keinen Lauftext, sondern nur die Internet-
adresse von McKinsey. Auf der Site finden sich in Pop-ups die weiteren Informationen, was Markus Ruf als «zielgruppengerecht» empfindet.
Das Sujet wird konsequent in einer aufwändig gestalteten Broschüre weitergezogen, die selbst wie ein Etui daherkommt. Das Keyvisual soll schliesslich bei Informationsveranstaltungen an Hochschulen auch als Messestand positiv auffallen.
Um noch tiefer in die Welt der Universitäten hineinzukommen, hat Ruf Lanz zudem einen neuen Werbeträger entwickelt: Es handelt sich um einen Bleistift, der fast zur Hälfte aus Radiergummi besteht. Der Aufdruck: «McKinsey sucht Hochschulabsolventen, die nicht mit der erstbesten Lösung zufrieden sind.» Die Bleistifte werden an Universitäten in einem Dispenser angeboten.
«Unermüdliches Optimieren»: McKinsey sucht ehrgeizige Talente.
Andreas Panzeri
