Rekordjahr für Publisuisse
Die Werbeerlöse für SF DRS wuchsen aber vor allem in der Pre- und Post-Primetime
Die Werbeerlöse für SF DRS wuchsen aber vor allem in der Pre- und Post-PrimetimeVon Markus KnöpfliObwohl die Bruttowerbeausgaben im Bereich TV letztes Jahr mit 7,5 Prozent weniger stark wuchsen als der gesamte Werbekuchen (plus 8,8 Prozent), kann die SRG-Vermarkterin Publisuisse für 2000 mit netto 321,4 Millionen Franken ein Rekordresultat vorlegen.
Sie ist genau ein Jahr im Amt – und schon kann Publisuisse-Direktorin Ingrid Deltenre ein Rekordresultat vermelden: Denn mit der Vermarktung der SRG-Programme erwirtschaftete die Publisuisse im letzten Jahr einen Nettoertrag von 321,4 Millionen Franken, 4,5 Prozent mehr als 1999. Insgesamt 304,4 Millionen Franken konnten der SRG überwiesen werden, was gar einer Steigerung von 11,4 Prozent entspricht.
Fussball-Europameisterschaft hat Erlöse stark gesteigert
Von den Nettowerbeeinnahmen von 321,5 Millionen Franken stammen 212,8 Millionen aus der Deutschschweiz, 95,1 Millionen aus der Romandie und 13,6 Millionen aus dem Tessin.
Ein Umsatzwachstum über dem Durchschnitt verzeichnen vor allem die zweiten Senderketten aller Sprachregionen, die dank der Übertragung der Fussball-Europameisterschaften in Holland und Belgien und der Olympischen Sommerspiele im australischen Sydney zwischen 30 und 49 Prozent zulegen konnten. Insgesamt nahmen sie 21,2 Millionen Franken ein.
Das Umsatzwachstum aller SRG-Fernsehsender in der ohnehin bereits stark ausgelasteten Primetime (19 bis 22.30 Uhr) war mit 2,1 Prozent eher unterdurchschnittlich. Wesentlich stärker zugelegt haben die Werbeerträge aber in der Pre- und Post-Primetime. So generierte SF DRS im letzten Jahr 24,5 Millionen Franken (plus 14,1 Prozent) in der Pre-Primetime und 8 Millionen (plus 24,9 Prozent) in der Post-Primetime. In der Primetime selbst verlor es aber leicht um 0,1 Prozent und kam auf 180,3 Millionen Franken.
Das Rekordergebnis ist in erster Linie auf die hohen Erträge aus der Vermarktung der TV-Werbung, dann aber auf eine «Strukturbereinigung» seit Amtsantritt von Deltenre zurückzuführen, die das vergangene Jahr als «Jahr der Strategie und der Neubesetzungen» bezeichnete. Beinahe die ganze Leitungscrew trat letztes Jahr bei Publisuisse ein – mit Ausnahme von Kommunikationsleiter Peter Kaufmann. So stiess die Publisuisse im Laufe des Jahres etwa den 20-Prozent-Anteil am Kinovermarkter Régie Media Belge ab, zudem wurden «unrentable Projekte» eingestellt, die nicht zum Kerngeschäft der Publisuisse gehören. «Unter dem Strich arbeiten wir heute sehr viel kostengünstiger», sagte Deltenre.
Der Ausblick auf 2001 ist indes etwas verhaltener. So spürte auch die Publisuisse im ersten Trimester einen Einbruch bei den Werbeausgaben und im Werbedruck. Allerdings erwartet Verkaufsleiter Martin Schneider für die zweite Jahreshälfte eine Zunahme der Werbeausgaben im Medium TV und bei der Publisuisse.
Letzteres nicht zuletzt wegen der «Programmoffensive» von SF DRS. So verzeichnet SF 1 dank des neuen Mittagsmagazins zwischen 11 und 14 Uhr einen Zuwachs um rund 1 Prozent (dies gemessen zu Hause mit Telecontrol), doch sei mittlerweile dank Radiocontrol festzustellen, dass bis zu 20 Prozent mehr Leute diese Sendungen auch ausser Haus sehen, sagte Marketingleiterin Barbara Kohler. Und in der Post-Primetime verzeichne man bereits einen Zuwachs. Ihr Fazit: «Das Mittagsmagazin muss noch aufgebaut werden, aber da ist Potenzial vorhanden.»
Sie ist genau ein Jahr im Amt – und schon kann Publisuisse-Direktorin Ingrid Deltenre ein Rekordresultat vermelden: Denn mit der Vermarktung der SRG-Programme erwirtschaftete die Publisuisse im letzten Jahr einen Nettoertrag von 321,4 Millionen Franken, 4,5 Prozent mehr als 1999. Insgesamt 304,4 Millionen Franken konnten der SRG überwiesen werden, was gar einer Steigerung von 11,4 Prozent entspricht.
Fussball-Europameisterschaft hat Erlöse stark gesteigert
Von den Nettowerbeeinnahmen von 321,5 Millionen Franken stammen 212,8 Millionen aus der Deutschschweiz, 95,1 Millionen aus der Romandie und 13,6 Millionen aus dem Tessin.
Ein Umsatzwachstum über dem Durchschnitt verzeichnen vor allem die zweiten Senderketten aller Sprachregionen, die dank der Übertragung der Fussball-Europameisterschaften in Holland und Belgien und der Olympischen Sommerspiele im australischen Sydney zwischen 30 und 49 Prozent zulegen konnten. Insgesamt nahmen sie 21,2 Millionen Franken ein.
Das Umsatzwachstum aller SRG-Fernsehsender in der ohnehin bereits stark ausgelasteten Primetime (19 bis 22.30 Uhr) war mit 2,1 Prozent eher unterdurchschnittlich. Wesentlich stärker zugelegt haben die Werbeerträge aber in der Pre- und Post-Primetime. So generierte SF DRS im letzten Jahr 24,5 Millionen Franken (plus 14,1 Prozent) in der Pre-Primetime und 8 Millionen (plus 24,9 Prozent) in der Post-Primetime. In der Primetime selbst verlor es aber leicht um 0,1 Prozent und kam auf 180,3 Millionen Franken.
Das Rekordergebnis ist in erster Linie auf die hohen Erträge aus der Vermarktung der TV-Werbung, dann aber auf eine «Strukturbereinigung» seit Amtsantritt von Deltenre zurückzuführen, die das vergangene Jahr als «Jahr der Strategie und der Neubesetzungen» bezeichnete. Beinahe die ganze Leitungscrew trat letztes Jahr bei Publisuisse ein – mit Ausnahme von Kommunikationsleiter Peter Kaufmann. So stiess die Publisuisse im Laufe des Jahres etwa den 20-Prozent-Anteil am Kinovermarkter Régie Media Belge ab, zudem wurden «unrentable Projekte» eingestellt, die nicht zum Kerngeschäft der Publisuisse gehören. «Unter dem Strich arbeiten wir heute sehr viel kostengünstiger», sagte Deltenre.
Der Ausblick auf 2001 ist indes etwas verhaltener. So spürte auch die Publisuisse im ersten Trimester einen Einbruch bei den Werbeausgaben und im Werbedruck. Allerdings erwartet Verkaufsleiter Martin Schneider für die zweite Jahreshälfte eine Zunahme der Werbeausgaben im Medium TV und bei der Publisuisse.
Letzteres nicht zuletzt wegen der «Programmoffensive» von SF DRS. So verzeichnet SF 1 dank des neuen Mittagsmagazins zwischen 11 und 14 Uhr einen Zuwachs um rund 1 Prozent (dies gemessen zu Hause mit Telecontrol), doch sei mittlerweile dank Radiocontrol festzustellen, dass bis zu 20 Prozent mehr Leute diese Sendungen auch ausser Haus sehen, sagte Marketingleiterin Barbara Kohler. Und in der Post-Primetime verzeichne man bereits einen Zuwachs. Ihr Fazit: «Das Mittagsmagazin muss noch aufgebaut werden, aber da ist Potenzial vorhanden.»
