Print und Online
René Worni über eine schwierige Liaison.
Doch die elektronische Entwicklung ist gnadenlos. Einer der Schwerpunkte bei Ringier, nach dem Launch der Plattform Cash daily, wird Blick online sein. Beim Tages-Anzeiger gelangen neuerdings Blogs sogar ins Blatt, und die Nachbarn im Norden blasen just zur Internetoffensive auf sueddeutsche.de. Wie stark die Verknüpfungsmodelle von Print und Online leserbindend und damit auflagestabilisierend wirken, bleibt abzuwarten. Die britische Sun versucht es sogar mit einer Community à la Myspace (mit starkem Überhang an nackten Girls.) Hoffnung stiften in diesem Sinne die (leider) abtretenden Watchblogger von 20 Minuten mit ihrer Bilanz nach 22 Monaten Pendlerblog: «Dank unserer Qualitätskontrolle konnte 20 Minuten seine Leserzahlen von 782000 auf 1339000 um 70 Prozent steigern.» Das ist doch vielversprechend.
René Worni,
Redaktor
