Kopf der Woche: «Bevor man im grossen Stil verkaufen kann, muss man die Basis kennen»
Gregor Eschle ist seit Februar Anzeigenleiter des Nachrichtenmagazins Facts
Gregor Eschle ist seit Februar Anzeigenleiter des Nachrichtenmagazins FactsKopf der Woche «Bevor man im grossen Stil verkaufen kann, muss man die Basis kennen»
Seit über sechs Jahren pendelt Gregor Eschle von Luzern nach Zürich. Und weil er seit kurzem nach Meggen umgezogen ist, dauert die Pendlerei jetzt noch etwas länger. In die Limmatstadt zu ziehen, war für den 31-Jährigen aber trotzdem nie ein Thema. Abgesehen von der Hektik, mit der er Zürich verbindet, würde dem neuen Facts-Anzeigenleiter hier vor allem auch die Luzerner Fasnacht fehlen.
Der Brancheneinstieg vor bald zehn Jahren erfolgte für Eschle zufällig. Nach einem Sprachaufenthalt in London wusste der gelernte Verkäufer nicht genau, wie seine berufliche Zukunft aussehen sollte. Weil ihn die Arbeit mit Kleinkindern gereizt hätte, spielte Eschle sogar mit dem Gedanken, Kindergärtner zu werden. Diese Möglichkeit verwarf er jedoch wieder, als sich ihm eine Stelle als Verkäufer im Aussendienst bot. Rückblickend bezeichnet er die ersten Jahre als wertvolle Zeit, in der er das Geschäft von der Pike auf gelernt hat: «Bevor man im grossen Stil verkaufen kann, muss man die Basis kennen.»
Peter Urs Naef, ehemaliger Weltwoche-Verlagsleiter, prägte seine Karriere massgeblich mit, indem er ihn 1996 bei seinem Blatt anstellte. Bis vor kurzem noch hielt der gebürtige Luzerner der von Krisen heimgesuchten Zeitung die Treue, zuletzt als Gebietsverkaufsleiter und stellvertretender Anzeigenleiter. Hängt sein Abgang Ende Januar mit den Turbulenzen der letzten Monate zusammen? «Nein, für mich war es einfach an der Zeit, einen Schritt weiter zu gehen», sagt er.
Neben dem neuen Job absolviert Eschle zurzeit die Ausbildung zum Verkaufsleiter am Sawi. Wegen dieser Verpflichtung plante er ursprünglich, sich erst nächstes Jahr nach einer neuen Stelle umzusehen. Facts-Verlagsleiter Christoph Marty überzeugte Eschle vor Jahresbeginn, sich die Chance nicht entgehen zu lassen und zu wechseln.
Nach gut zwei Monaten hat sich Eschle nicht nur an die engen Raumverhältnisse des Tamedia-Glaspalastes gewöhnt, sondern verfolgt bereits auch ehrgeizige Ziele. «Die Pflanze, die in den letzten sieben Jahren enorm gewachsen ist, muss jetzt tiefe und beständige Wurzeln schlagen.» Damit das Blatt weiterhin erfolgreich Anzeigen verkaufen kann, will es Eschle als qualitativ hoch stehendes und etabliertes Produkt in den Köpfen der Kunden verankern. Deshalb ist er auch überzeugt, dass Facts vom Image der Boulevardzeitschrift wegkommen muss. Nach den letzten krisenintensiven Monaten ist der Sawi-Absolvent erleichtert darüber, vom schaukelnden Kahn Weltwoche im sicheren Hafen Facts eingefahren zu sein.
Neben der Fasnacht, die für ihn das Fest schlechthin ist, bezeichnet Eschle Kochen, gutes Essen und edle Weine als seine grossen Leidenschaften. Daniela Zivadinovic
Seit über sechs Jahren pendelt Gregor Eschle von Luzern nach Zürich. Und weil er seit kurzem nach Meggen umgezogen ist, dauert die Pendlerei jetzt noch etwas länger. In die Limmatstadt zu ziehen, war für den 31-Jährigen aber trotzdem nie ein Thema. Abgesehen von der Hektik, mit der er Zürich verbindet, würde dem neuen Facts-Anzeigenleiter hier vor allem auch die Luzerner Fasnacht fehlen.
Der Brancheneinstieg vor bald zehn Jahren erfolgte für Eschle zufällig. Nach einem Sprachaufenthalt in London wusste der gelernte Verkäufer nicht genau, wie seine berufliche Zukunft aussehen sollte. Weil ihn die Arbeit mit Kleinkindern gereizt hätte, spielte Eschle sogar mit dem Gedanken, Kindergärtner zu werden. Diese Möglichkeit verwarf er jedoch wieder, als sich ihm eine Stelle als Verkäufer im Aussendienst bot. Rückblickend bezeichnet er die ersten Jahre als wertvolle Zeit, in der er das Geschäft von der Pike auf gelernt hat: «Bevor man im grossen Stil verkaufen kann, muss man die Basis kennen.»
Peter Urs Naef, ehemaliger Weltwoche-Verlagsleiter, prägte seine Karriere massgeblich mit, indem er ihn 1996 bei seinem Blatt anstellte. Bis vor kurzem noch hielt der gebürtige Luzerner der von Krisen heimgesuchten Zeitung die Treue, zuletzt als Gebietsverkaufsleiter und stellvertretender Anzeigenleiter. Hängt sein Abgang Ende Januar mit den Turbulenzen der letzten Monate zusammen? «Nein, für mich war es einfach an der Zeit, einen Schritt weiter zu gehen», sagt er.
Neben dem neuen Job absolviert Eschle zurzeit die Ausbildung zum Verkaufsleiter am Sawi. Wegen dieser Verpflichtung plante er ursprünglich, sich erst nächstes Jahr nach einer neuen Stelle umzusehen. Facts-Verlagsleiter Christoph Marty überzeugte Eschle vor Jahresbeginn, sich die Chance nicht entgehen zu lassen und zu wechseln.
Nach gut zwei Monaten hat sich Eschle nicht nur an die engen Raumverhältnisse des Tamedia-Glaspalastes gewöhnt, sondern verfolgt bereits auch ehrgeizige Ziele. «Die Pflanze, die in den letzten sieben Jahren enorm gewachsen ist, muss jetzt tiefe und beständige Wurzeln schlagen.» Damit das Blatt weiterhin erfolgreich Anzeigen verkaufen kann, will es Eschle als qualitativ hoch stehendes und etabliertes Produkt in den Köpfen der Kunden verankern. Deshalb ist er auch überzeugt, dass Facts vom Image der Boulevardzeitschrift wegkommen muss. Nach den letzten krisenintensiven Monaten ist der Sawi-Absolvent erleichtert darüber, vom schaukelnden Kahn Weltwoche im sicheren Hafen Facts eingefahren zu sein.
Neben der Fasnacht, die für ihn das Fest schlechthin ist, bezeichnet Eschle Kochen, gutes Essen und edle Weine als seine grossen Leidenschaften. Daniela Zivadinovic
