Hat M6 oder hat es nicht?
Ob das Werbefenster auch TSR dynamisiert, darüber streiten IPM und Publisuisse
Ob das Werbefenster auch TSR dynamisiert, darüber streiten IPM und PublisuisseVon Daniel Schifferle Beim Start des M-6-Werbefensters im Januar behauptete IP Multimedia (Schweiz), auch TSR werde von einer Dynamisierung des Westschweizer Werbemarktes profitieren. Doch wird die Entwicklung im ersten Halbjahr 2002 von Publisuisse und IPM völlig unterschiedlich interpretiert.
Auf Grund der Brutto-Werbeumsätze Januar bis Juli stellt IPM fest, dass TSR seine Werbeeinnahmen seit dem Start des M-6-Werbefensters überdurchschnittlich habe steigern können. Um 6,2 Prozent legte das Westschweizer Fernsehen zu, deutlich mehr als SF DRS, das sich lediglich um 4,4 Prozent gesteigert habe (siehe Grafik). Dieses Wachstum müsse zudem auf den Konkurs von TV 3 und Tele 24 zurückgeführt werden, deren Gelder in die verbleibenden Kanäle abgewandert seien. «Obschon in der Westschweiz keine analoge Situation vorliegt und im Gegenteil ja durch M6 neue Konkurrenz entstanden ist, konnte TSR stärker als SF DRS wachsen. Neue Anbieter stimulieren den Markt und erweitern ihn, weil neue Kunden hinzukommen», erklärt Giordano Giordani, bei IPM zuständig für Research.
Publisuisse: «Bruttozahlen vermitteln ein falsches Bild»
Publisuisse widerspricht dieser Interpretation. Die Bruttozahlen würden ein falsches Bild vermitteln. Der Grund: Publisuisse habe die Preise bei TSR für 2002 stärker angehoben als in der Deutschschweiz. Als direkte Folge davon seien vor allem im ersten halben Jahr 2002 grosse Leistungskompensationen im TSR erfolgt, die in den Bruttozahlen eingerechnet seien.
«Wenn wir die Nettowerte zu Rate ziehen, ergibt sich hingegen ein ganz anderes Bild», erklärt Publisuisse-Sprecher Markus Hollenstein. Danach sei der Umsatz von Publisuisse in der Deutschschweiz in den ersten
sechs Monaten um 2,9 Prozent gewachsen, jener in der Westschweiz aber nur um 2,5 Prozent. «Das schlechte Resultat bei TSR führen wir auf die Einführung von M6 zurück», sagt Hollenstein.
Deutlich ungünstiger sei die Entwicklung von Juli bis September. In diesen drei Monaten sei TSR sogar auf ein Null-Wachstum zurückgefallen, während es bei SF DRS um 7,6 Prozent vorwärts gegangen sei. Die flache Entwicklung in der Westschweiz gehe allerdings nicht auf das Konto des M6-Werbefensters.
«Das Werbefenster ist auf Grund seiner Verbreitung von marginaler Bedeutung für Werbeauftraggeber», sagt Hollenstein. Die schwache Entwicklung bei TSR sei in erster Linie auf die stärkere Ausnutzung des Inspill in die Westschweiz zurückzu-führen. «Eine Konsequenz der kleineren Marketing-Budgets.»
Auf Grund der Brutto-Werbeumsätze Januar bis Juli stellt IPM fest, dass TSR seine Werbeeinnahmen seit dem Start des M-6-Werbefensters überdurchschnittlich habe steigern können. Um 6,2 Prozent legte das Westschweizer Fernsehen zu, deutlich mehr als SF DRS, das sich lediglich um 4,4 Prozent gesteigert habe (siehe Grafik). Dieses Wachstum müsse zudem auf den Konkurs von TV 3 und Tele 24 zurückgeführt werden, deren Gelder in die verbleibenden Kanäle abgewandert seien. «Obschon in der Westschweiz keine analoge Situation vorliegt und im Gegenteil ja durch M6 neue Konkurrenz entstanden ist, konnte TSR stärker als SF DRS wachsen. Neue Anbieter stimulieren den Markt und erweitern ihn, weil neue Kunden hinzukommen», erklärt Giordano Giordani, bei IPM zuständig für Research.
Publisuisse: «Bruttozahlen vermitteln ein falsches Bild»
Publisuisse widerspricht dieser Interpretation. Die Bruttozahlen würden ein falsches Bild vermitteln. Der Grund: Publisuisse habe die Preise bei TSR für 2002 stärker angehoben als in der Deutschschweiz. Als direkte Folge davon seien vor allem im ersten halben Jahr 2002 grosse Leistungskompensationen im TSR erfolgt, die in den Bruttozahlen eingerechnet seien.
«Wenn wir die Nettowerte zu Rate ziehen, ergibt sich hingegen ein ganz anderes Bild», erklärt Publisuisse-Sprecher Markus Hollenstein. Danach sei der Umsatz von Publisuisse in der Deutschschweiz in den ersten
sechs Monaten um 2,9 Prozent gewachsen, jener in der Westschweiz aber nur um 2,5 Prozent. «Das schlechte Resultat bei TSR führen wir auf die Einführung von M6 zurück», sagt Hollenstein.
Deutlich ungünstiger sei die Entwicklung von Juli bis September. In diesen drei Monaten sei TSR sogar auf ein Null-Wachstum zurückgefallen, während es bei SF DRS um 7,6 Prozent vorwärts gegangen sei. Die flache Entwicklung in der Westschweiz gehe allerdings nicht auf das Konto des M6-Werbefensters.
«Das Werbefenster ist auf Grund seiner Verbreitung von marginaler Bedeutung für Werbeauftraggeber», sagt Hollenstein. Die schwache Entwicklung bei TSR sei in erster Linie auf die stärkere Ausnutzung des Inspill in die Westschweiz zurückzu-führen. «Eine Konsequenz der kleineren Marketing-Budgets.»
