Getrübte Pool-Harmonie
Print Die Integration des Bunds in den Berner Zeitungspool geht nicht problemlos vonstatten.
Print Die Integration des Bunds in den Berner Zeitungspool geht nicht problemlos vonstatten.Der Berner Zeitungspool, bestehend aus Berner Zeitung (BZ), Bieler Tagblatt (BT), Walliser Bote (WB) und Freiburger Nachrichten (FN), zeichnet sich durch Flexibilität aus: Werbekunden können ihn als Ganzes buchen oder beliebig kombinieren.Obwohl nun der Bund hinzukommt, vergrössern sich die Varianten nicht. Der Grund: Der Bund soll im Werbemarkt nur als fester Teil der BZ-Auflage erscheinen, so will es die BZ-Strategie. Damit scheint sie die übrigen Poolmitglieder aber etwas überfahren zu haben. «Dieses starre Element entspricht nicht dem Poolgeist», sagt BT-Verlagsleiter Joachim Tillessen. Seine Sorge: Wegen der Preiserhöhung um 18 Prozent (eine Seite vierfarbig kostet neu 42336 Franken) werde der Pool manchen Kunden zu teuer, weshalb sie, statt den ganzen Pool zu buchen, vermehrt kleinere Poolmitglieder weglassen. Entsprechende Rückmeldungen habe er von Kundenseite schon erhalten, ergänzt Tillessen. Und fügt hinzu: «Die Diskussion im Pool ist nicht einfach. Das Problem ist die starre Haltung der BZ.» Ob sich die Pool-Mitgliedschaft für das BT noch lohne, sei derzeit «schwer zu sagen», meint er.
Unklar ist, ob das BT damit allein steht. Beim WB wollte man sich nicht äussern und verwies nur auf die BZ. Beim FN dagegen zeigt sich Direktor Paul Stritt loyal zur BZ. Zwar hätte auch er sich den Bund als zusätzliches Modul vorstellen können. Aber negative Kundenreaktionen habe er keine erhalten. «Der Bund stärkt den Pool, und der Tausendleserpreis sinkt. Für
uns lohnt sich die Mitgliedschaft weiterhin», sagt er.
Gar «positive Kunden-Feedbacks» erhält BZ-Anzeigenleiter Michael Seiler. «Wir rechnen mit einem der wirtschaftlichen Situation entsprechenden, aber stabilen Buchungsverhalten», sagt er. Auf hadernde Pool-Partner anspielend, erklärt er: «Der Berner Zeitungspool ist kein Zwangskombi. Es steht allen beteiligten Verlagen frei, die Verträge jeweils zu erneuern oder nicht.»
Markus Knöpfli
Unklar ist, ob das BT damit allein steht. Beim WB wollte man sich nicht äussern und verwies nur auf die BZ. Beim FN dagegen zeigt sich Direktor Paul Stritt loyal zur BZ. Zwar hätte auch er sich den Bund als zusätzliches Modul vorstellen können. Aber negative Kundenreaktionen habe er keine erhalten. «Der Bund stärkt den Pool, und der Tausendleserpreis sinkt. Für
uns lohnt sich die Mitgliedschaft weiterhin», sagt er.
Gar «positive Kunden-Feedbacks» erhält BZ-Anzeigenleiter Michael Seiler. «Wir rechnen mit einem der wirtschaftlichen Situation entsprechenden, aber stabilen Buchungsverhalten», sagt er. Auf hadernde Pool-Partner anspielend, erklärt er: «Der Berner Zeitungspool ist kein Zwangskombi. Es steht allen beteiligten Verlagen frei, die Verträge jeweils zu erneuern oder nicht.»
Markus Knöpfli
