Epica 2015: Kein weiteres Schweizer Gold
Am zweiten Tag der Epica-Jurierung wurde die Schweizer Gold-Jagd gestoppt. Weitere Awards in Silber und Bronze werden aber folgen.

In einem Jury-Marathon, der von halb neun Uhr morgens bis neun Uhr abends dauerte, wurden in Berlin fast alle restlichen Kategorien bewertet. Wie im Vorjahr bleibt es für die Schweiz auch 2015 bei drei goldenen Awards. Im Medaillenspiegel hingegen wird sich aber noch einiges ändern – ein ähnlich gutes Gesamtresultat wie letztes Jahr liegt in Reichweite. Einzig die Gold-Platzierungen werden während der Jurierung umgehend festgelegt, der Rest wird später berechnet und bestimmt.

Bereits ist aber klar: Stories wird einen Epica-Award gewinnen. Die Triumph-Kampagne «Find the One» wurde von der Pre-Jury gemäss Epica-Reglement in die Shortlist der Kategorie «Fashion, Footwear & Personal Accessories» verschoben. Grund: Zu gut, um aufgrund ausserordentlich starker Konkurrenz vorzeitig auszuscheiden. In dieser Kategorie wurde bei der Jurierung in Berlin schliesslich lediglich die weltweit gefeierte H&M-Kampagne «Close The Loop» besser bewertet. Ob es Stories für Silber reicht, wird von den Epica-Verantwortlichen am Mittwoch verkündet und am Donnerstag kommuniziert.

Ebenfalls auf einen (weiteren) Award darf sich Publicis freuen (Irrtum wie immer vorbehalten). In der Kategorie «Public Interest / Social» überzeugte die Zürcher Agentur mit der Kampagne «Women should not be worth less» für die Frauenzentrale Zürich. In dieser Kategorie wurde nur die «It happens here»-Kampagne von Ogilvy & Mather London (Werbewoche.ch berichtete) besser bewertet – allerdings wurde sie nicht mit Gold, sondern ledliglich mit Silber belohnt. Bemerkenswert ist die gute Bewertung für Publicis aber dennoch. Einerseits, weil die Kampagne aufgrund sprachlicher Voraussetzungen (z.B. Bohrer vs. Bohrerin; Kopfhörer vs. Kopfhörerin) in der deutschen Originalversion und von Editorial Director Marc Tungate erläutert gezeigt werden musste, andererseits wurde vereinzelt die einfach gehaltene Ausführung der eingereichten Sujets kritisiert. Dennoch: Die kreative Idee wurde verstanden und kam an.

Der Rest ist Spekulation und wird sich erst am Mittwoch zeigen. In der Radio-Kategorie bestehen für FCB Zürich mit der Neuroth Quizshow-Kampagne noch reelle Chancen auf Bronze. Auch in dieser Kategorie: Mindestens zwei sehr starke Kampagnen standen dem aussichtsreichen Schweizer Beitrag im Kampf um die Bestplatzierungen vor der Sonne. Auch Publicis liebäugelt in «Health, Beauty, Cosmetics & Toiletries» für L’Oréal noch mit einem (nicht-goldenen) Award. Ruf Lanz hofft in «Luxury & Premium Brands» auf eine Auszeichnung. Ebenfalls offen ist die finale Auswertung der Arbeit «Toy Soldiers» von Havas Worldwide Zürich für das Zürcher Kammerorchester. Auch weitere Award-Gewinne sind noch möglich.
Thomas Häusermann
Der Schweizer Medaillenspiegel 2015
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| Leo Burnett | 1 | ||
| Publicis | 1 | ? | ? |
| Wirz | 1 | ||
| Stories | ? | ? | |
| Total | 3 | ? | ? |



