Die Centralfusion
Radio Central geht mit dem neu erworbenen Eviva auf Poolsuche
Radio Central geht mit dem neu erworbenen Eviva auf PoolsucheVon Markus Knöpfli Goldbach Media steigt beim Kabelradio Eviva aus, Radio Central wird neuer Hauptaktionär. Gemeinsam kommen das UKW-Radio und der Kabelsender auf 207000 Hörer.
Goldbach Media begründet den Ausstieg bei Radio Eviva damit, dass der Volksmusiksender von den Affinitäten her nicht mehr zum Crossmedia-Angebot der Gruppe passe. Goldbach-Sprecher Paul Riesen verhehlt aber nicht, dass die Vermarktung des Senders «schwierig» sei, weil junge Hörer fehlen: Rund die Hälfte der 95000 Hörer gehört zur Zielgruppe 60plus. «Radio Eviva schreibt zwar keinen Verlust, aber es hat sich auch kaum entwickelt.» Genauere Zahlen nennt der neue Eigner, der Central-Geschäftsleiter Alfons Spirig: Eviva machte letztes Jahr einen Umsatz von rund einer Million Franken und «ist sozusagen selbsttragend». Zu wenig für Goldbach Media, um weiterzumachen.
Da Radio Central vor kurzem eine Konzession für ein zweites Kabelprogramm mit volkstümlicher Musik erhalten hat, kam man miteinander ins Gespräch. Falls nun noch der Bundesrat zustimmt, verkauft Goldbach Media ihren Mehrheitsanteil von 60 Prozent an Radio Central. Dieses verzichtet auf den eigenen Sender Central 2 und kann stattdessen mit Eviva ein seit zehn Jahren eingeführtes Programm samt gesamtschweizerischer Verbreitung über Kabel und Satellit übernehmen. Laut Spirig soll Eviva denn auch eigenständig bleiben und nicht zum Zweitprogramm von Central werden. Hingegen sieht er ein grosses Synergiepotenzial. Und mit dem Verweis auf das Eviva-ähnliche SRG-Kabelradio Musig-Wälle 531, das 409000 Hörer erreicht, bezeichnet Spirig seine neueste Errungenschaft als durchaus ausbaubar.
Vorderhand aber will er die beiden Radios nicht mehr nur einzeln, sondern auch in zwei Paketen anbieten: zum einen Eviva/Central Deutschschweiz mit 207000 Hörern (was Rang 3 unter den Privatradios entspricht), zum andern Eviva/Central, bezogen auf das Sendegebiet von Central: Dort rechnet Spirig mit rund 30000 zusätzlichen Eviva-Hörern. Vor allem aber will er nun mit neuem Selbstvertrauen bei den angelaufenen Pool-Diskussionen mitmischeln. «Unser Hauptziel ist es, Pool-Partner zu finden», sagt er. Central ist «nur» im zielgruppenspezifischen Tourismuspool – doch erst seit Januar.
Goldbach Media begründet den Ausstieg bei Radio Eviva damit, dass der Volksmusiksender von den Affinitäten her nicht mehr zum Crossmedia-Angebot der Gruppe passe. Goldbach-Sprecher Paul Riesen verhehlt aber nicht, dass die Vermarktung des Senders «schwierig» sei, weil junge Hörer fehlen: Rund die Hälfte der 95000 Hörer gehört zur Zielgruppe 60plus. «Radio Eviva schreibt zwar keinen Verlust, aber es hat sich auch kaum entwickelt.» Genauere Zahlen nennt der neue Eigner, der Central-Geschäftsleiter Alfons Spirig: Eviva machte letztes Jahr einen Umsatz von rund einer Million Franken und «ist sozusagen selbsttragend». Zu wenig für Goldbach Media, um weiterzumachen.
Da Radio Central vor kurzem eine Konzession für ein zweites Kabelprogramm mit volkstümlicher Musik erhalten hat, kam man miteinander ins Gespräch. Falls nun noch der Bundesrat zustimmt, verkauft Goldbach Media ihren Mehrheitsanteil von 60 Prozent an Radio Central. Dieses verzichtet auf den eigenen Sender Central 2 und kann stattdessen mit Eviva ein seit zehn Jahren eingeführtes Programm samt gesamtschweizerischer Verbreitung über Kabel und Satellit übernehmen. Laut Spirig soll Eviva denn auch eigenständig bleiben und nicht zum Zweitprogramm von Central werden. Hingegen sieht er ein grosses Synergiepotenzial. Und mit dem Verweis auf das Eviva-ähnliche SRG-Kabelradio Musig-Wälle 531, das 409000 Hörer erreicht, bezeichnet Spirig seine neueste Errungenschaft als durchaus ausbaubar.
Vorderhand aber will er die beiden Radios nicht mehr nur einzeln, sondern auch in zwei Paketen anbieten: zum einen Eviva/Central Deutschschweiz mit 207000 Hörern (was Rang 3 unter den Privatradios entspricht), zum andern Eviva/Central, bezogen auf das Sendegebiet von Central: Dort rechnet Spirig mit rund 30000 zusätzlichen Eviva-Hörern. Vor allem aber will er nun mit neuem Selbstvertrauen bei den angelaufenen Pool-Diskussionen mitmischeln. «Unser Hauptziel ist es, Pool-Partner zu finden», sagt er. Central ist «nur» im zielgruppenspezifischen Tourismuspool – doch erst seit Januar.
