Der Glaube versetzt Berge

Das «Komitee für den Aufschwung» will mit Hilfe von Publicis die Konsumentenstimmung verbessern

Das «Komitee für den Aufschwung» will mit Hilfe von Publicis die Konsumentenstimmung verbessernVon Simone KellerDas Wirtschaftsklima zeigt sich düster. Und anders als beim Wetter ist kein Ende des Tiefs in Sicht. Mit einer von Publicis konzipierten Plakatkampagne will das «Komitee für den Aufschwung» Konsumenten ermutigen, Geld auszugeben.
Der Zusammenbruch von Enron, WorldCom oder Swissair, stürzende Aktienpreise, Entlassungen und Kürzung der Pensionskassenbeiträge, sind nur einige der dunklen Wolken, die den Wirtschaftshimmel über der Schweiz verdunkeln. Aus Angst, was noch kommen könnte, legen Herr und Frau Schweizer ihr Geld lieber auf die Seite, statt zu konsumieren und investieren. Damit versetzen sie der helvetischen Ökonomie einen weiteren Lanzenstoss, denn der private Konsum ist einer der wichtigsten Konjunkturpfeiler.
Dass ihr Beitrag wichtig ist, wird den Konsumenten seit vergangenem Freitag vom «Komitee für den Aufschwung» auf diversen APG-Plakatstellen vorgeführt. Hinter der Organisation stehen Meinungsträger aus Politik, Wirtschaft, Kultur, Sport und Medien, die sich die Verbesserung des Konsumklimas auf die Fahne geschrieben haben. Federführend in der Konzeption der B12- und 12-Quadratmeter-Plakate ist die Zürcher Agentur Publicis, die neben APG und PiAr Mitinitiantin von Komitee und Kampagne war. Basierend auf den «Liebe ist…»-Sujets der 1997 verstorbenen Neuseeländerin Kim Casali zeigen die Kreativen, was Aufschwung ist und wie jeder Einzelne dazu beitragen kann. So zum Beispiel, indem man etwas Neues wagt, an die Zukunft glaubt oder nicht schwarz sieht.
Dass sich Werbeagenturen für ein gutes Konsumklima einsetzen, ist verständlich: Werbebudgets fallen in der Regel als Erste der Rezessionsschere zum Opfer. Auch wenn sich der volkswirtschaftliche Erfolg dieser Auftritte nicht nachweisen lässt, haben sie zumindest kreative Spuren hinterlassen.
Unvergessen bleibt zum Beispiel der Slogan «Aufschwung beginnt im Kopf», der 1993 von Bootz & Grolimund der hartnäckig andauernden Rezession entgegengesetzt wurde. Nach dem 11. September lancierte McCann-Erickson in Eigenregie die Initiative «I love shopping – I hate terrorism» und auch Euro RSCG Switzerland leistet zurzeit mit dem Anzeigensujet «Denk +» ihren Beitrag zur Ankurbelung des Konsums. Glücklicherweise ist die Hoffnung das Letzte, das stirbt – erst recht bei den Zwangsoptimisten.
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Aufschwung-Kampagne
War doch nicht so gut, die Schulbuchkampagne. Ist halt ein schwieriges Metier. Einfach wirds auch nicht sein, zum Konsumieren aufzurütteln. Oder doch? Klicks bitte auf www. werbewoche.ch/adrating
Klett- und Balmer-Kampagne
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