Der Acker ist gedeckt
Gastronomie Mit «Tibits» Nummer drei, das dieser Tage in Bern eröffnet wird, pflanzt Wirz im Namen der Gebrüder Frei und Rolf Hiltl «vegetarische» Werbung mit neuen Sujets.
Gastronomie Mit «Tibits» Nummer drei, das dieser Tage in Bern eröffnet wird, pflanzt Wirz im Namen der Gebrüder Frei und Rolf Hiltl «vegetarische» Werbung mit neuen Sujets.Pünktlich zum Auftakt der Spargelsaison eröffnen Christian, Daniel und Reto Frei gemeinsam mit Rolf Hiltl am 6. März eine neue «Tibits»-Filiale im umgebauten Berner Hauptbahnhof. Nach Zürich und Winterthur ist Bern bereits das dritte Lokal der jungen «Fastfood-Kette». Obwohl sich das Konzept in der Bundeshauptstadt (noch) nicht einer so hohen Bekanntheit erfreut wie in Zürich, wird dem Berner Publikum nicht einfach die aufgewärmte Einführungskampagne aus dem Jahr 2000 serviert. «Mit jeder Lokaleröffnung startet jeweils die neue Jahreskampagne», sagt Wirz-CD Matthias Freuler. Dies erklärt, weshalb die drei aktuellen Plakatsujets nicht speziell auf den Berner Ableger ausgerichtet sind – selbst wenn sie vorerst nur in dessen lokalem Umfeld ausgehängt werden. Vor den Schnecken am Gemüse
Nach der ursprünglichen Positionierung als «McDonald’s für Vegetarier» und dem Schwerpunkt Take-away für den Laden in Winterthur wird in diesem Jahr die Frische der «Tibits»-Produkte thematisiert. «Wir müssen heute niemandem mehr erklären, dass es im ‹Tibits› kein Fleisch gibt», ist Freuler überzeugt. Vielmehr soll kommuniziert werden, dass die vegetarischen Speisen mit dem «frischesten Gemüse überhaupt» zubereitet sind. Die Grundidee hinter der Kampagne: Das Restaurant wartet mit Gedeck auf dem Acker nur noch darauf, bis das junge Gemüse die Erde durchbricht. «Kaum spriesst der Spargel, liegt er auch schon bei
‹Tibits› auf dem Teller.» Schmunzelnd fügt Freuler hinzu: «Noch bevor sich die Schnecken daran gütlich tun.»
Neben den drei Plakatsujets, die später auch im Umfeld von Zürich und Winterthur eingesetzt werden, hat das Wirz-Team für die Berner Eröffnung Give-aways und einen Radiospot realisiert. Letzterer lässt alle Tiere, die hier zu Lande auf dem Speiseplan stehen, einen Jubelchor anstimmen: Selbst Vertreter der Tierwelt, die es nie ins «Tibits» schaffen werden, freuen sich über die neue Filiale. Im Lokal erhalten Kunden Beutelchen mit Salatsamen, damit sie ihren «überüberüberüberübernächsten» Salatteller zu Hause geniessen können. Auch an die Parlamentarier hat Wirz gedacht und Miniaturkissen genäht: Während auf der Vorderseite ein Vitaminsaft-Bon für Redner aufgedruckt ist, werden auf der Rückseite die Zuhörer in der Frühjahrssession dazu aufgefordert, den Kopf darauf zu betten und «die anderen nicht beim Debattieren zu stören».
Qualität vor Quantität
Obwohl die Berner Filiale am Bahnhofplatz vorzüglich gelegen ist und es mit 80 Innen- und 100 Boulevard-Plätzen leicht mit Zürich aufnehmen kann, rechnet Daniel Frei, Mitinhaber der Tibits AG, nicht mit gleichen Ergebnissen. Man müsse jedes Restaurant im jeweiligen Umfeld betrachten, meint er. Deshalb könnten die übrigen Standorte auch nicht mit Zürich verglichen werden. Der Behauptung, das Lokal in Winterthur habe mit schlechter Auslastung zu kämpfen, entgegnet Frei: «Für Winterthurer Verhältnisse sind wir sehr zufrieden.» Dass das «Tibits» im Seefeld Leader unter den drei Locations bleiben wird, steht für Daniel Frei fest. Kein Wunder: Das Restaurant konnte in der Limmatstadt nach einem sensationellen Start seinen Umsatz im letzten Jahr erneut um rund 10 Prozent steigern.
Simone Keller
Nach der ursprünglichen Positionierung als «McDonald’s für Vegetarier» und dem Schwerpunkt Take-away für den Laden in Winterthur wird in diesem Jahr die Frische der «Tibits»-Produkte thematisiert. «Wir müssen heute niemandem mehr erklären, dass es im ‹Tibits› kein Fleisch gibt», ist Freuler überzeugt. Vielmehr soll kommuniziert werden, dass die vegetarischen Speisen mit dem «frischesten Gemüse überhaupt» zubereitet sind. Die Grundidee hinter der Kampagne: Das Restaurant wartet mit Gedeck auf dem Acker nur noch darauf, bis das junge Gemüse die Erde durchbricht. «Kaum spriesst der Spargel, liegt er auch schon bei
‹Tibits› auf dem Teller.» Schmunzelnd fügt Freuler hinzu: «Noch bevor sich die Schnecken daran gütlich tun.»
Neben den drei Plakatsujets, die später auch im Umfeld von Zürich und Winterthur eingesetzt werden, hat das Wirz-Team für die Berner Eröffnung Give-aways und einen Radiospot realisiert. Letzterer lässt alle Tiere, die hier zu Lande auf dem Speiseplan stehen, einen Jubelchor anstimmen: Selbst Vertreter der Tierwelt, die es nie ins «Tibits» schaffen werden, freuen sich über die neue Filiale. Im Lokal erhalten Kunden Beutelchen mit Salatsamen, damit sie ihren «überüberüberüberübernächsten» Salatteller zu Hause geniessen können. Auch an die Parlamentarier hat Wirz gedacht und Miniaturkissen genäht: Während auf der Vorderseite ein Vitaminsaft-Bon für Redner aufgedruckt ist, werden auf der Rückseite die Zuhörer in der Frühjahrssession dazu aufgefordert, den Kopf darauf zu betten und «die anderen nicht beim Debattieren zu stören».
Qualität vor Quantität
Obwohl die Berner Filiale am Bahnhofplatz vorzüglich gelegen ist und es mit 80 Innen- und 100 Boulevard-Plätzen leicht mit Zürich aufnehmen kann, rechnet Daniel Frei, Mitinhaber der Tibits AG, nicht mit gleichen Ergebnissen. Man müsse jedes Restaurant im jeweiligen Umfeld betrachten, meint er. Deshalb könnten die übrigen Standorte auch nicht mit Zürich verglichen werden. Der Behauptung, das Lokal in Winterthur habe mit schlechter Auslastung zu kämpfen, entgegnet Frei: «Für Winterthurer Verhältnisse sind wir sehr zufrieden.» Dass das «Tibits» im Seefeld Leader unter den drei Locations bleiben wird, steht für Daniel Frei fest. Kein Wunder: Das Restaurant konnte in der Limmatstadt nach einem sensationellen Start seinen Umsatz im letzten Jahr erneut um rund 10 Prozent steigern.
Simone Keller
