Bücher-Service: Medienarbeit in Krisenzeiten

«Erst in Krisenzeiten zeigt sich, ob eine Firma ihre Medienarbeit beherrscht».

«Erst in Krisenzeiten zeigt sich, ob eine Firma ihre Medienarbeit beherrscht».Bücher-Service Medienarbeit in Krisenzeiten
Davon ist Karin Müller überzeugt. Die Medienberaterin für Gross- und Mittelstandsunternehmen, die zuvor bei Tages-Anzeiger, Blick, SonntagsZeitung und Tele 24 die Branche mit allen Mechanismen, lauernden Gefahren, Tricks und Spielregeln kennen gelernt hat und heute ihre Erfahrungen auch regelmässig als TV-Coach einbringt, hat ein Sachbuch zum Thema «Professionelle Medienarbeit in Krisenzeiten» geschrieben. Es trägt den Titel «Hotline Presse» und ist im Verlag Orell Füssli erschienen. Die Autorin plädiert darin für eine grösst- mögliche Offenheit gegenüber den Medien: «Nur wer schnell und ehrlich informiert, wird nicht zum Spielball der Pressevertreter.» So plädiert sie dafür, Worst-Case-Szenarios durchzuspielen, denn «in Krisenfällen kennen sowohl die Presse als auch die Bevölkerung kein Pardon». Karin Müller beschreibt, wie «Wühlmäuse, Distinguierte, Pantoffeljournalisten und Seniorreporter» jeweils ihre Story jagen und wie man mit solchen Vertreterinnen und Vertretern einer bestimmten Typologie jeweils am konstruktivsten zusammenarbeiten kann. Ergänzt werden diese Psychorezepte mit kurzen Analysen der Medienarbeit bei verschiedensten Krisensituationen aus dem aktuellen Alltag. Das Buch gibt auch viele praxiserprobte Tipps, von der Kleiderwahl bis zum Abbau von Lampenfieber im Umgang mit Medienvertretern.
Karin Müller: «Hotline Presse», Orell Füssli Verlag, Zürich.
ISBN 3-280-02692-X, 49 Franken.

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