Aktuellere Print-Daten

Forschung Mach Basic und Mach Consumer erscheinen inskünftig semesterweise.

Forschung Mach Basic und Mach Consumer erscheinen inskünftig semesterweise.Die Wemf publiziert ab nächstem Jahr die Studien Mach Basic und Mach Consumer nicht mehr nur jährlich, sondern jeweils im Frühling und im Herbst. Die nächste Publikation der beiden Studien findet wie vorgesehen am 13. September 2005 statt, die Ausgabe 1/06 folgt Ende März 2006, und im September 2006 erscheinen dann die Studien 2/06. «Der halbjährliche Publikationsrhythmus wird die Mediengattung Print attraktiver machen», sagt Carine Lins, Marketingleiterin der Wemf.An der Qualität der Daten ändert sich nichts, die Stichprobe für die Mach Basic beruht weiterhin auf rund 23000 Interviews pro Jahr oder 70 Befragungen täglich (inklusive Wochenenden). Neu erfolgt aber eine rollende Publikation. So basiert die Mach Basic 2005 vom kommenden September auf den Interviews in der Periode April 2004 bis März 2005, für die Publikation im März 2006 zieht man dann die Gespräche aus der Zeit von Oktober 2004 bis September 2005 heran, und für die im Herbst 2006 publizierten Reichweiten werden die Resultate von April 2005 bis März 2006 berücksichtigt.
Wegen den halbjährlichen Überlappungen setzen sich ab März 2006 die publizierten Reichweiten jeweils aus 50 Prozent der Interviews für die vorhergehende Studie sowie 50 Prozent neuen Befragungen zusammen. «Die unverändert grosse Stichprobe gewährleistet methodisch stabile Reichweiten von einer Publikation zur anderen», sagt Lins.
Punkto Zusatzkosten, die die Verlage als Auftraggeber der Studien zu berappen haben, beruhigt Lins: «Da wir keine zusätzlichen Interviews durchführen müssen, wird die Kostenerhöhung in einem für die Printbranche erträglichen Mass bleiben. Zu finanzieren sind lediglich die für eine zweite Publikation notwendigen Arbeitsschritte.» Auch die Publikationsart (CD, Online, Berichtsband) bleibe gleich. Was aber ist der Grund für den doppelten Rhythmus? «Wir entsprechen damit einem Wunsch der Werbebranche nach aktuelleren Printdaten», sagt Lins.
Bei den Werbeauftraggebern ist die Freude verhalten. «Ist dieser Schritt wirklich zwingend?», fragt etwa Jürg Siegrist, Direktor des Verbandes Schweizerischer Werbeauftraggeber. Dieser fordert zwar seit langem einen Ausbau der Printforschung, «jedoch punkto Qualität und weniger punkto Publikationsrhythmus», sagt Siegrist.
Ähnlich sieht man dies bei den Mediaagenturen. «Das Geld sollte man eher in die Methodik investieren», meint Severine Hörler von Mediacom. Peter Hostetter, Inhaber von Mediaxis-MPG, wähnt zudem die Vorteile des neuen Publikationsrhythmus primär bei jenen Verlagen, die Neulancierungen oder Relaunches vornehmen. «Ich selbst schreie aber nicht danach», sagt er. Und Robert C. Baier von MediaBaier warnt vor Mehrkosten und -aufwand für Agenturen. «Oder erhalten wir dann auch 0,5 Prozent mehr Honorar?», fragt er spöttisch.
(mk)

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