Zu guter Letzt: Versteckis for Beginners
Wenn sich Kinder mehr schlecht als recht verstecken, herrscht Jöh-Alarm. Ein Fall für die Werbebranche.
Objekt- und Personenenpermanenz nennt man die kognitive Fähigkeit, zu wissen, dass etwas auch dann weiterexistiert, wenn es aus dem Sichtfeld verschwunden ist. Das ist schön und gut, aber nicht angeboren. Kleine Kinder müssen die Fähigkeit erst lernen. Deshalb denken sie, man sehe sie nicht mehr, wenn sie die Augen verschliessen oder den Kopf verstecken. Den Erwachsenen gefällts: Je schlechter die Tarnung, desto süsser das Kind. Das Internet haben die kleinen Versteck-Künstler längst erobert. Seiten wie Boredpanda.com sammeln Fotos von unauffindbaren Kindern und verzücken damit die Leserschaft. Es konnte sich also nur um eine Frage der Zeit handeln, bis das Phänomen auch in der Werbung auftaucht. Y&R Brasilien zeigt in einer Kampagne, dass der Pudding Danette von Danone so gut schmeckt, dass man ihn keinesfalls teilen möchte. Besser man macht sich unsichtbar und geniesst ihn in Ruhe. Pädagogisch sicherlich nicht über alle Zweifel erhaben. Aber herzig. (hae)




