Zu guter Letzt: Endlich Pause

Um Kitkat in Kolumbien bekannt zu machen, hat JWT die Kampagnen anderer «nachgebaut». Ziemlich aufwendig – und ziemlich gut.

Kitkat war bis anhin ein Fremdwort in Kolumbien. Grund: Es gab den Schokoriegel gar nicht. Höchste Eisenbahn also für Nestlé, auch diese Marktlücke zu stopfen – mit einem bescheidenen Jahresumsatz von über 90 Milliarden Franken (!) ist der weltgrösste Nahrungsmittelkonzern noch lange nicht gross genug.

Die Kommunikation rund um die Markteinführung liess sich Nestlé den einen oder anderen Peso kosten. Das lässt zumindest die gelungene Kampagne vermuten. JWT Colombia setzte den Kitkat-Slogan «Have a Break, have a Kitkat» prominent in Szene und gönnte den Protagonisten anderer Werbekampagnen eine Pause. Bedeutet: Kitkat in fremden Händen auf fremden Plakaten. Aber nicht mit Guerilla-Marketing und Klebeaktion, sondern so richtig. Die Agentur stellte aktuelle Kampagnen nach und liess die Hauptdarsteller Kitkat essend pausieren. Die echten Hauptdarsteller, versteht sich. Alles mit Einwilligung der kopierten Werbetreibenden – aber wer würde da schon Nein sagen? Firmen wie Mazda, Banca Caja Social oder Hero (nicht die Hero) hatten zumindest nichts dagegen. Im öffentlichen Verkehr von Bogotá wurden die Plakate zusammen mit Kitkat-Dispensern aufgehängt. Sehr schön. Und jetzt: Have a (Summer-) Break! (hae)
 

JWT/via Horizont

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