Zu guter Letzt: Coca Cola mag Schwule – manchmal

Ausgerechnet die schmalzige Coca Cola-Kampagne «reasons to believe» sieht sich nun mit dem Vorwurf konfrontiert, Homosexuelle zu diskriminieren.

Das Gute überwiegt in der Welt, so die Botschaft des europaweit ausgestrahlten Spots von Coca Cola, der verschiedenen traurigen Alltagsszenen fröhliche gegenüberstellt. Eine der Szenen, die eine homosexuelle Zeremonie zeigt, ist aber offenbar nur in bestimmten Teilen der Welt «a reason to believe». In der Version für das katholische Irland fehlt sie nämlich. Die Homo-Zeremonie wurde stattdessen durch eine Hetero-Heirat zwischen einem Weissen und einer Dunkelhäutigen ersetzt.

Coca Cola rechtfertigt sich damit, dass man kulturelle Gegebenheiten der jeweiligen Märkte berücksichtigt habe. Aufgrund von Umfragen sei ausfindig gemacht worden, was in den einzelnen Ländern als «relevant and valid» empfunden werde.

Solange es keine diskriminierenden Aussagen macht, kann man einem Unternehmen nicht vorwerfen, dass es seine Werbebotschaften auf die jeweiligen Zielmärkte ausrichtet. Es ist aber etwas ungeschickt, in einer globalisierten Welt nicht einmal im Rahmen einer einzelnen moraltriefenden Kampagne konsequent für die propagierten Werte einzustehen. Coca Cola hätte sich vielleicht besser auf das Heteropaar beschränkt. Antirassismus-Botschaften sind zwar nicht so progressiv, aber dafür länderübergreifend politisch korrekt. (sis)

Die Version mit Homo-Zeremonie für Grossbritannien:

//www.youtube.com/watch?v=vPqtwPhrwi0

Die Version mit Hetero-Hochzeit für Irland:

//www.youtube.com/watch?v=xo7Vyf3EyFw

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