Zu guter Letzt: Big Poster is watching you
Bis anhin funktioniert die Kommunikation mit Plakaten und Posterflächen in der Schweiz nur einseitig. In den USA testet Mini auf Billboards eine persönliche Werbeübermittlung, die nicht ganz Risikofrei ist.
Bis anhin funktioniert die Kommunikation mit Plakaten und Posterflächen in der Schweiz nur einseitig. Beim City Boomer zum Beispiel kann der Passant die Werbebotschaft via Handy mitgestalten. Ganz anders beim grossen Nachbarn: In Deutschland senden zurzeit an 30 verschiedenen Standorten Plakatwände personalisierte Werbebotschaften via Bluetooth an die Mobiltelefone von Vorbeieilenden. Die Kommunikation setzt die Kooperation mit den Verbrauchern voraus. Auch die Automarke Mini testet in US-amerikanischen Städten auf Billboards eine solche persönliche Werbeübermittlung. 1’000 Mini-Fahrer, die Mini zum Projekt einlud, haben an ihrem Autoschlüssel einen Radio-Chip baumeln, der den herannahenden Autolenker beim Billboard anmeldet. Sobald der Fahrer an der Leuchttafel vorbeifährt, wechselt die reguläre Werbung zu einer persönlichen Botschaft. Meist beziehen sich die Botschaften auf Fahrgewohnheiten: «Kurven gibt es, damit sie geschnitten werden», soll eine von ihnen heissen. Ob die Werbebotschaft – ausgerichtet auf die Auto lenkende Bevölkerung – auch der Polizei gefällt, sei dahin gestellt. Für Mini sieht die Werbewoche jedenfalls Erfolgspotential. Könnte doch die Botschaft auf dem Billboard auch heissen: «Wenn Sie hier einen Unfall bauen, winkt der nächste Mini-Händler 200 Meter östlich».
