Kraftort DEX25: Viel Austausch und Schub für die Transformation
Die DEX25 zeigte in Zürich eindrücklich, warum sie für die Branche zum Kraftort geworden ist: ein Tag, an dem neue Kräfte sichtbar wurden, KI den Takt vorgab und der persönliche Austausch die Richtung bestimmte. Die Dynamik dieses Aufbruchs prägt den gesamten Rückblick – und findet sich im begleitenden Video wieder.
Die DEX25 war mehr als ein gut besuchter Branchentermin. Sie war ein Ereignis, das man im Raum fühlte. Knapp 1000 angemeldete Teilnehmende bedeuteten einen neuen Rekord – und ein deutliches Zeichen dafür, welche Rolle dieser Anlass mittlerweile für die Schweizer Werbe- und Digitalbranche spielt. Besonders der steigende Anteil an Besucher:innen aus werbetreibenden Unternehmen und das wachsende internationale Interesse verliehen der Konferenz zusätzlichen Schub.
Inhaltlich dominierte die künstliche Intelligenz. Was früher als Zukunftsfolie galt, wurde diesmal als operative Realität diskutiert. Prof. Dr. Holger Schmidt setzte mit seiner Opening Keynote den Takt: KI verändert Medien, Werbung und Wertschöpfung nicht mehr stufenweise, sondern im Wochentakt. Diese Beschleunigung prägte den ganzen Tag.
KI als Beschleuniger – und als Herausforderung für das Marketing
Eines der Leitmotive der DEX25 war das Bewusstsein, dass die Branche an einem Wendepunkt steht. Die Art, wie Menschen suchen, sich informieren und Entscheidungen treffen, wird grundlegend neu definiert. Sprache und Kamera ersetzen die Tastatur, KI-gestützte Interfaces könnten mittelfristig Transaktionen selbstständig steuern – ein Szenario, das klassische Werbemodelle infrage stellt.
Die Diskussion um Brand Agents wirkte entsprechend realistisch. Digitale Stellvertreter, die Kundenbedürfnisse antizipieren und eigenständig handeln, könnten ein neues Ökosystem schaffen – mit neuen KPIs, neuen Rollen und neuen Prioritäten.
Gleichzeitig wurde deutlich, dass die Demokratisierung der Technologie schnell zu einer Banalisierung von Content führen kann. Wenn alles produzierbar wird, verschiebt sich Differenzierung stärker auf Haltung, Handschrift und Qualität.
Menschlichkeit als stabile Kraft
Trotz der technologischen Dichte blieb eines konstant spürbar: Die eigentliche Kraft der DEX entsteht zwischen Menschen. Gespräche, Wiedersehen, spontane Begegnungen – sie prägten den Tag ebenso stark wie Panels und Keynotes.
Viele Referent:innen betonten, dass KI enorme operative Potenziale freisetzt, aber keine Empathie ersetzt, keine Erzählkraft und keine echte Relevanz. Storytelling bleibt menschlich. Orientierung bleibt menschlich. Beratung bleibt menschlich. Gerade in einer Phase hoher Geschwindigkeit gewinnt der menschliche Blick an Wert – Marken und Agenturen, die Orientierung bieten, werden zur gefragten Instanz.
Ein Programm mit Breite und Tiefe
Die Mischung aus Keynotes, Panels und praxisnahen Sessions unterstrich, warum die DEX heute als wichtigste Digitalkonferenz der Schweiz gilt. Holger Schmidt, Dr. Daniel Knapp, die Retail-Media-Expertinnen Irina Schmitz und Corinna Hohenleitner sowie die «Elefantenrunde» der Schweizer Vermarkter setzten klare fachliche Akzente.
Workshops und Masterclasses von Marken wie Rivella, Purina, SBB, AXA, Volvo oder Andermatt+Sedrun+Disentis zeigten, wie sich die Transformation operativ gestaltet – und wo noch Potenzial liegt.
Ein Kraftort für die Zukunft
Rückblickend verband die DEX25 die Dynamik eines technologischen Wandels mit der Verlässlichkeit menschlicher Begegnungen. Genau diese Kombination macht die Konferenz zu einem Kraftort: ein Treffpunkt, der Impulse setzt, Austausch ermöglicht und der Branche spürbaren Schub verleiht.
Die nächste DEX findet am 18. November 2026 statt.
