Vier Trends zum Werbemarkt im Jahr 2016

WERBEMARKT Ein Forecast von ZenithOptimedia zeigt auf, wie sich der Werbemarkt im Jahr 2016 entwickeln wird. Das Wachstum fällt in der Schweiz bescheiden aus. Der Trend zur Mobile-Werbung ist ungebrochen.

1. Der globale Werbemarkt legt deutlich zu

Allen aktuellen Turbulenzen der Weltwirtschaft zum Trotz wird der globale Werbemarkt im Jahr 2016 sehr deutlich wachsen. Dies geht aus der neuesten Ausgabe des ZenithOptimedia Advertising Expenditure Forecast hervor. ZenithOptimedia rechnet für 2016 mit einem Plus von 4.7%. Der Grund dafür sind drei Ereignisse, die sich in erheblichem Masse positiv auf die weltweiten Werbeausgaben auswirken werden: Die US-Präsidentschaftswahlen, die Olympischen Sommerspiele sowie die Fussball-Europameisterschaft.

2. Der Schweizer Werbemarkt wächst nur gering

In der Schweiz wird das Wachstum mit einem Plus von 1.1% dagegen deutlich bescheidener ausfallen. «In unserem Markt spüren wir immer noch den Druck, der durch die Aufwertung des bereits vorher schon starken Frankens entstanden ist. Das verunsichert einige Wirtschaftszweige merklich, dennoch schauen wir einigermassen optimistisch in die Zukunft», analysiert Beat Krebs, CEO bei ZenithOptimedia Schweiz die Situation.

3. Mobile Online-Werbung überholt das Werbevolumen auf Desktops

Die mobile Werbung ist weiter auf dem Vormarsch: Die Ausgaben in diesem Bereich werden weltweit bereits im kommenden Jahr das Werbevolumen der Desktop-Werbung überholen.Der Anteil der mobilen Werbung an der Internet-Werbung wird 2017 bei 50.2% liegen. Im Jahr 2018 wird das Volumen der mobilen Internet-Werbung global auch alle anderen Medien – mit Ausnahme von TV – überholt haben.Die mobile Werbung ist derzeit der entscheidende Wachstumsmotor des weltweiten Werbemarkts. ZenithOptimedia rechnet allein für diesen Werbekanal zwischen 2015 und 2018 mit einer durchschnittlichen Wachstum von 32% pro Jahr. Damit ist die mobile Werbung für 87% des gesamten Wachstums der Werbebranche verantwortlich. «Auch in der Schweiz sehen wir eine deutliche Zunahme der mobilen Internetwerbung in unseren Auftragsbüchern. Leider wird diese in der Werbestatistik noch nicht separat erhoben. Das wäre aber durchaus wünschenswert, um in Zukunft auch hier Werbedruck- und Wettbewerbsanalysen durchführen zu können», erklärt Evelin Wachter, Digital Account Director bei Vivaki Exchange.

4. Programmatic Buying wird immer wichtiger

Innerhalb der Online-Werbung gibt es eine zweite bedeutsame Entwicklung: Weltweit werden im kommenden Jahr ca. 60% der Display-Werbung programmatisch gebucht werden. Die Schweiz steht bei dieser Entwicklung noch relativ am Anfang, holt aber schnell auf: «ZenithOptimedia war hierzulande eine der ersten Agenturen, die mit Programmatic Buying begonnen haben. Im Jahr 2016 wird der Anteil der Audience-On-Demand-Buchungen an den Display-Buchungen unserer Kunden bei ca. 20% liegen, was aber gegenüber dem Vorjahr eine glatte Vervierfachung bedeutet», erläutert Beat Krebs.

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