Die Ausstellung der grossen Ideen
KAMPAGNEN Am 25. Juni ging die 63. Ausgabe des Cannes Lions Festival zu Ende. In 17 Kategorien wurden die besten Kampagnen der Welt ausgezeichnet. Das grosse Thema dabei: Virtual Reality. Daran ging kein Weg vorbei. Eine Kampagne hebte sich dabei besonders hervor.

Im Palais du Festival, Cannes – das Haus der grossen Ideen.Beim Cannes Lions Festival ist alles Tagesprogramm – bis auf Langeweile. Workshops, Ausstellungen, Screenings, Schulungen, Award Shows und Networking. Vom 18. bis 25. Juni trafen sich 13 500 Werbeinteressierte aus 90 Ländern an der Côte d’Azur, um die Besten der Besten zu sehen oder dazu ausgezeichnet zu werden.Über 40 000 Arbeiten wurden für die drei Pfeiler des Festivals eingereicht: Cannes Entertainment, Cannes Health und Cannes Innovation. Eine Jury aus 300 Mitgliedern suchte in den 17 Kategorien die besten Kampagnen aus.Kampagnen werden zum ErlebnisSieht man sich in der Ausstellung um, wird schnell klar: heute wird Werbung kreiert, welche persönlich ist und auch ein solches Erlebnis darstellt. Es reicht nicht mehr, die Werbung zu sehen, man muss sie erleben und fühlen können. In diesem Sinne war Virtual Reality ein grosses Thema am Festival. icht nur Samsung stellte seine Gear-VR-Brille vor, auch YouTube und verschiedene Akteure haben ihren Stand neben dem Palais zum VR-Erlebnis gemacht.2015 war VR noch ein Nischenprodukt von Nerds, welche die Gameindustrie revolutionieren wollten. Doch heute weiss jeder, was in VR steckt und wie wichtig diese Technologie für die Werbebranche sein wird. «VR wird alles beeinflussen, nicht nur die Gameindustrie», sagte Clay Bavor, VR-Experte bei Google, an seinem Vortrag. Man könne dieser Technologie nicht aus dem Weg gehen.In eine andere Welt entführtUm diesem Anspruch gerecht zu werden, wurde die Kategorie «Digital Craft» eingeführt. Die Arbeiten in dieser Kategorie zeichnen sich durch eine aussergewöhnliche Form und Funktion im digitalen Kontext aus. Eine Kampagne, die sich in dieser Kategorie hervorhebte und aufzeigen konnte, was alles mit dieser Technologie möglich ist, war das Projekt für das Dalí-Museum in San Francisco. Die Agentur Goodby Silverstein & Partners führte den Besucher in das Gemälde «Archeological Reminiscence of Millet’s Angelus» des Künstlers Salvador Dalí. Eine Virtual-Reality-Brille machte es möglich. Die Kampagne lief unter dem Namen «Dreams of Dalí» und gewann dafür Gold.Wie die Dalí-Welt aussah:
Autorin: Melanie Granados
