Bring! Shopper Guide 2026: Kaufentscheid fällt auf dem Sofa

86 Prozent der Schweizer:innen planen ihren Einkauf zu Hause – lange vor dem Ladenregal. Der Bring! Shopper Guide 2026 zeigt, welche Trends die Einkaufslisten dominieren und warum die Pretail-Phase zum wichtigsten Touchpoint im Shopper Marketing wird.

Bring! Shopper Guide 2026: Kaufentscheide fallen am Küchentisch

Kaufentscheidungen fallen heute nicht mehr im Laden, sondern bereits zu Hause – am Küchentisch, beim Kochen oder auf dem Sofa. Das zeigt der aktuelle Bring! Shopper Guide 2026 des Zürcher Mobile-Tech-Unternehmens Bring! Labs. Für den Report wurden anonymisierte Daten der Einkaufslisten-App Bring! aus dem Zeitraum März 2025 bis März 2026 sowie die Ergebnisse einer Umfrage unter 21.139 Nutzer:innen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ausgewertet.

86 Prozent der Konsument:innen in der Schweiz erstellen ihre Einkaufsliste in den eigenen vier Wänden – 56 Prozent entspannt auf dem Sofa oder am Esszimmertisch, weitere 30 Prozent direkt beim Kochen in der Küche. Die Planung beginnt dabei oft schon zwei Tage vor dem Einkauf und zieht sich über mehrere kurze Etappen hinweg.

Die Bring! App steuert Kaufentscheidungen in der Pretail-Phase. Quelle: zvg

Die Pretail-Phase als wichtigster Touchpoint im Shopper Marketing

Genau in dieser ruhigen Alltagssituation fällt die eigentliche Kaufentscheidung – und nicht erst im Laden vor dem Regal. Die sogenannte Pretail-Phase wird damit zum wichtigsten Touchpoint im Shopper Marketing. Juan-Pablo Schmid, CCO von Bring! Labs, bringt es auf den Punkt: «Die Pretail-Phase – jene Zeit zwischen dem ersten Gedanken an den Einkauf und dem tatsächlichen Ladenbesuch – ist der wichtigste Moment im Shopper Marketing. Hier wird entschieden, welche Marken überhaupt in den Warenkorb gelangen. Wer in der Planungsphase präsent und relevant ist, gewinnt am Ende den Kassenzettel.»

Was auf der Liste steht, landet auch auf dem Kassenband: Mehr als die Hälfte der Schweizer Konsument:innen (59 Prozent) hält sich im Geschäft zu fast 100 Prozent an ihre Einkaufsliste. Spontane Zusatzkäufe werden zwar getätigt, doch nur die wenigsten entscheiden sich im Laden komplett um. Angebote bewirken bei knapp der Hälfte der Bring!-Nutzer:innen (49 Prozent), dass sie Produkte für den Vorrat einkaufen – bevorzugt Lebensmittel mit langer Haltbarkeit wie Kaffee oder Nudeln.

Brot-Comeback, Kohl-Hype und Protein-Boom im Bring! Shopper Guide

Auf den Einkaufslisten der Schweizer:innen wandert Protein aus der Fitness-Nische in den Alltag. Im Vergleich zum Vorjahr legen Proteindrinks um 86 Prozent zu, Proteinshakes um 83 Prozent und Proteinpulver um 81 Prozent. Auch andere Functional Foods finden immer häufiger den Weg auf das Kassenband: Gojibeeren wachsen im Jahresvergleich um 103 Prozent, Flohsamenschalen um 97 Prozent. Matcha boomt mit einem Plus von 135 Prozent – bei den koffeinhaltigen Getränken führt der klassische Kaffee die Liste weiterhin an, gefolgt von Cola und Energy Drink.

Eine echte Renaissance erlebt der Brotmarkt: Sauerteig- und Mehrkornbrot legen jeweils um mehr als 200 Prozent zu. Im Gemüseregal gilt Kohl als neuer Shooting-Star – besonders fermentierte und asiatische Sorten wie Kimchi und Spitzkohl werden immer beliebter. Klassische Anker im Warenkorb bleiben unterdessen Milch, Eier und Brot, die weiterhin die Top-Listen der Schweizer Bring!-Nutzer:innen anführen.

Bring! Shopper Guide 2026 zeigt Planung vor Ladenbesuch. Quelle: zvg

Beauty-Boom getrieben durch Social Media

Auch jenseits des Lebensmittelregals bewegt sich einiges. Im Beauty-Bereich treibt die Social-Media-Make-up-Welle die Nachfrage: Lipgloss (+360 Prozent), Bronzer (+131 Prozent) und Rouge (+77 Prozent) profitieren von viralen Glow- und Contouring-Tutorials auf TikTok und Instagram und verzeichnen die stärksten Zuwächse im Jahresvergleich.

Bring! Labs wurde 2015 gegründet und beschäftigt heute rund 100 Mitarbeitende an Standorten in Zürich, Basel und Berlin. Neben der Einkaufslisten-App Bring! gehört auch die Angebote-App Profital zum Unternehmen. Weltweit begleiten die beiden Apps nach eigenen Angaben mehr als 21 Millionen Konsument:innen durch alle Phasen des Einkaufs. Mit mehr als 4,2 Millionen monatlich aktiven Nutzer:innen in der DACH-Region soll die Plattform Marken und Händlern Touchpoints entlang der gesamten Shopper Journey bieten.

Den vollständigen Report finden Sie unter: https://hubs.li/Q04hv3Gm0

 

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