E-Mail vs. Social Media: Welche Marketingform führt zum Erfolg?

ONLINE-MARKETING Dank dem Social-Media-Boom bietet sich für Marketers neben dem E-Mail-Versand eine neue Plattform für Marketingaktivitäten. Doch sind die sozialen Netzwerke wirklich eine ernsthafte Konkurrenz für das E-Mail-Marketing? MK hat vier Experten dazu befragt.

«Wir sind überzeugt: E-Mail-Marketing und Social-Media-Marketing müssen Hand in Hand arbeiten.»

«Wir sind überzeugt: E-Mail- Marketing und Social-Media- Marketing müssen Hand in Hand arbeiten. Weil beide Methoden ihre spezifischen Stärken haben, ist es zentral, die Kommunikation über die beiden Disziplinen hinweg zu orchestrieren und mit den übrigen Marketingdisziplinen abzustimmen. Die Stärken von E-Mail-Marketing liegen in der persönlichen, direkten Kommunikation mit bestehenden Kunden und in der vertieften Vermittlung von Inhalten. E-Mail-Marketing stärkt die Beziehung zu jedem einzelnen Kunden. Die Chancen von Social Media liegen in der Reichweite – über das bestehende Netzwerk hinaus –, im Dialog, in der Schaffung von Identifikationsmöglichkeiten und im Community-Aufbau. Social Media stärken das Branding und die Schaffung gemeinsamer Werte. Unsere Empfehlung ist: Nutzen Sie die spezifischen Eigenschaften der beiden Methoden, richten Sie Ihre Botschaften entsprechend aus und optimieren Sie die Kommunikation stetig, indem Sie die Zielerreichung mit geeigneten Kennzahlen messen.»

«Die wirtschaftlich nachhaltigen Social-Media-Erfolgsstorys lassen weiter auf sich warten.»

«Der Aufwand, um Social Media aktiv zu betreiben ist, im Vergleich zu E-Mail-Marketing überproportional hoch. Die tägliche Pflege des – respektive eben der – Social Media Accounts ist insbesondere für KMU kaum zu finanzieren und auch in puncto Ressourcenplanung im Vergleich zu E-Mail-Marketing teilweise schwer zu planen (Stichwort: Shitstorm). Diejenigen, die es dennoch tun, sind spätestens dann enttäuscht, wenn sie sehen, dass die E-Mail-Marketing- Kampagnen unter dem Strich ein Vielfaches der Conversions generieren. Die wirtschaftlich nachhaltigen (nur das zählt für die KMU) Social-Media-Erfolgsstorys lassen weiter auf sich warten. Unter diesem Aspekt ist es auch verständlich, wieso die Aktivitäten vorwiegend im E-Mail- Marketing lanciert werden. Doch auch hier sollte man sich ein gutes Redaktionskonzept und den Einsatz von gezielten aktivitätsabhängigen Kampagnen (beispielsweise Trigger-Mails) überlegen, um möglichst hohe Conversions zu erzielen.»

«E-Mail ist als Kommunikationskanal etabliert und der Empfang von Werbung ist akzeptiert.»

«Was ist am Morgen die erste Online-Aktivität von über 75 Prozent der Internetnutzer? Genau! E-Mails lesen. Facebook (13 Prozent) und Twitter (zwei Prozent) folgen weit dahinter. E-Mail ist überall, ist als Kommunikationskanal etabliert und der Empfang von Werbung ist akzeptiert. 79 Prozent der jungen Mütter sind einverstanden, per E-Mail über Produkte informiert zu werden, die Kaufbereitschaft steigt um 23 Prozent. Laut McKinsey ist E-Mail-Marketing 40-mal so effizient wie Social Media. Aber auch hier gilt: miteinander! Durch die Kombination von Push- und Dialog-Kanal gewinnen beide. Denn dies ergibt weit mehr als Spam und Inbox-Overflow hier, inflationäres ‹Like- Gezwitscher› und Shitstorms dort.»

«E-Mail-Marketing hat im Vergleich zu Social Media in puncto Effektivität die Nase deutlich vorne.»

«Unsere Erfahrungen und Kennzahlen belegen, was jüngst auch eine Studie von McKinsey bestätigte: E-Mail-Marketing hat im Vergleich zu Social Media in puncto Effektivität die Nase deutlich vorne. Insbesondere dann, wenn E-Mails Empfängern hoch personalisierte und damit relevante Angebote und Inhalte bieten. E-Mail-Marketing bietet genau hierfür die perfekten Instrumente. Dennoch empfehlen wir unseren Kunden, beide Kanäle wo immer sinnvoll und möglich gewinnbringend zu vernetzen, um eine noch bessere Performance zu erzielen. Dabei ist die E-Mail für uns das Leitmedium.»

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