Zum Gelde drängt auch das Design
An der HGK Zürich startet im März ein neuer Nachdiplomstudienlehrgang Design Culture
An der HGK Zürich startet im März ein neuer Nachdiplomstudienlehrgang Design CultureDas Zusammendenken von Design und Kultur bis zum Projektmanagement ist Thema des Nachdiplomkurses Design Culture an der Hochschule für Gestaltung und Kunst Zürich. Geleitet wird das berufsbegleitende Projekt von Hannes Wettstein und Richard Feurer.Der Kurs will Management und Gestaltung zusammenführen: «Es sollte eine Art Anschlusskompetenz entstehen an der Schnittstelle von Unternehmen und ästhetischer Gestaltung», umschreibt Hannes Wettstein das Konzept. Und es geht um Querbezüge: «Wie entstehen bestimmte Strömungen und Trends? Wie verknüpfen sich diese untereinander?», ergänzt Richard Feurer.
Inhaltlich relevante Elemente und nicht fachspezifische Fragen des Designs sind also Programm beim ersten Nachdiplomstudienlehrgang Design Culture an der Hochschule für Gestaltung und Kunst Zürich. Das auch für Europa bisher einmalige Projekt startet im März. Anmeldeschluss ist Mitte Januar.
Zwanzig Teilnehmer aus dem Umfeld Medien, Gestaltung, Kunst, Architektur und Design, aber auch Juristen, Programmierer und Webdesigner wären ideal für den Kurs. Und ideal wäre natürlich auch, «wenn einer bereits mit einem Auftrag von einem Partner kommt».
Mit einer engen Bindung an die Wirtschaft wollen die beiden Studienleiter nämlich einen realen Bezug zu aktuellen Aufgaben herstellen. Es ist sowohl inhaltlich als auch finanziell ein Ziel, dass eigentliche Aufträge aus der Wirtschaft behandelt werden. Also Learning by Doing an Stelle von abstraktem Wissen.
Der berufsbegleitende Kurs soll zwischen den Teilnehmenden neue Interaktionen erzeugen. «Viele Designer arbeiten mit einem künstlerischen Ansatz und haben sich mit dem Unternehmerischen nicht eigentlich befasst. Was hat das Unternehmen für Bedürfnisse? Wo wirkt es hin?», konkretisiert Richard Feurer. Der Lehrgang will deshalb aufzeigen und instrumentalisieren, was in der Institution passiert: Wie laufen im Bereich Corporate Culture die Prozesse ab?
Für Wettstein könnten mögliche Aufträge von aussen aus dem Bereich Corporate Identity und Corporate Design auch mit Grundlagenforschung für solche Projekte ergänzt werden. Feurer: «Ein Ziel sind auch Kooperationen mit anderen Hochschulen.» Das Leitungsteam will solche Projekte vernetzen und coachen.
Bei diesem Prototyp eines Arbeitsmodells an der Schnittstelle zwischen Theorie und Praxis könnten mit dem Mix an Leuten, die man an diesem Kurs zu vereinen hofft, auch interessante Angebote an die Wirtschaft unterbreitet werden. Feurer: «Die Zeit wäre reif, denn viele Unternehmen sind in ihrem Alltag zeitlich so verankert, dass sie sich gar keine Gedanken über Forschung machen können.» Wettstein: «Die klassischen Kistchen müssen aufgebrochen werden, denn die interessanten Sachen passieren heute an den Schnittstellen.»
Beide Studienleiter haben bereits langjährige Erfahrung als Dozenten und arbeiten in einer losen Bürogemeinschaft zusammen im Zürcher Seefeld. Richard Feurer kommt aus dem Bereich Corporate Identity, Corporate Design, Mediengestaltung und Design Direction. Hannes Wettstein arbeitet in einem komplementären Bereich zwischen Architektur und Produktgestaltung und hat als Professor für Produktgestaltung in Karlsruhe «die modulhafte Methode schon sehr stark gelebt». Andreas Panzeri
Inhaltlich relevante Elemente und nicht fachspezifische Fragen des Designs sind also Programm beim ersten Nachdiplomstudienlehrgang Design Culture an der Hochschule für Gestaltung und Kunst Zürich. Das auch für Europa bisher einmalige Projekt startet im März. Anmeldeschluss ist Mitte Januar.
Zwanzig Teilnehmer aus dem Umfeld Medien, Gestaltung, Kunst, Architektur und Design, aber auch Juristen, Programmierer und Webdesigner wären ideal für den Kurs. Und ideal wäre natürlich auch, «wenn einer bereits mit einem Auftrag von einem Partner kommt».
Mit einer engen Bindung an die Wirtschaft wollen die beiden Studienleiter nämlich einen realen Bezug zu aktuellen Aufgaben herstellen. Es ist sowohl inhaltlich als auch finanziell ein Ziel, dass eigentliche Aufträge aus der Wirtschaft behandelt werden. Also Learning by Doing an Stelle von abstraktem Wissen.
Der berufsbegleitende Kurs soll zwischen den Teilnehmenden neue Interaktionen erzeugen. «Viele Designer arbeiten mit einem künstlerischen Ansatz und haben sich mit dem Unternehmerischen nicht eigentlich befasst. Was hat das Unternehmen für Bedürfnisse? Wo wirkt es hin?», konkretisiert Richard Feurer. Der Lehrgang will deshalb aufzeigen und instrumentalisieren, was in der Institution passiert: Wie laufen im Bereich Corporate Culture die Prozesse ab?
Für Wettstein könnten mögliche Aufträge von aussen aus dem Bereich Corporate Identity und Corporate Design auch mit Grundlagenforschung für solche Projekte ergänzt werden. Feurer: «Ein Ziel sind auch Kooperationen mit anderen Hochschulen.» Das Leitungsteam will solche Projekte vernetzen und coachen.
Bei diesem Prototyp eines Arbeitsmodells an der Schnittstelle zwischen Theorie und Praxis könnten mit dem Mix an Leuten, die man an diesem Kurs zu vereinen hofft, auch interessante Angebote an die Wirtschaft unterbreitet werden. Feurer: «Die Zeit wäre reif, denn viele Unternehmen sind in ihrem Alltag zeitlich so verankert, dass sie sich gar keine Gedanken über Forschung machen können.» Wettstein: «Die klassischen Kistchen müssen aufgebrochen werden, denn die interessanten Sachen passieren heute an den Schnittstellen.»
Beide Studienleiter haben bereits langjährige Erfahrung als Dozenten und arbeiten in einer losen Bürogemeinschaft zusammen im Zürcher Seefeld. Richard Feurer kommt aus dem Bereich Corporate Identity, Corporate Design, Mediengestaltung und Design Direction. Hannes Wettstein arbeitet in einem komplementären Bereich zwischen Architektur und Produktgestaltung und hat als Professor für Produktgestaltung in Karlsruhe «die modulhafte Methode schon sehr stark gelebt». Andreas Panzeri
