Kampagne des Jahres: Richtig verkehrt gewonnen
Der ZVV-Auftritt von Publicis, Zürich, wurde zur Kampagne des Jahres 2001 gewählt
Der ZVV-Auftritt von Publicis, Zürich, wurde zur Kampagne des Jahres 2001 gewähltRichtig verkehrt gewonnen
Von Ernst Weber
Die Leser der WerbeWoche, der Schweizer Illustrierten und von Tele haben den «verkehrten» Auftritt des Zürcher Verkehrsverbunds (ZVV) zur Kampagne des Jahres 2001 gewählt.
Die Wahl der Kampagne des Jahres fand zum dritten Mal statt. Während die ersten beiden Abstimmungen ausschliesslich von WerbeWoche-Lesern bestritten wurden, bestimmten dieses Jahr erstmals auch die Leserinnen und Leser der Publikumszeitschriften Schweizer Illustrierte und Tele den Ausgang der Wahl mit.
Die von der Zürcher Werbeagentur Publicis konzipierte Siegerkampagne behielt unter den 21 nominierten Werbeauftritten das Oberwasser. Sie vereinigte rund 18 Prozent aller Stimmen auf sich und gefiel den Konsumentinnen und Konsumenten wie dem Fachpublikum gleichermassen.
Die Kampagne, die bereits einen Effie – Auszeichnung für effiziente Werbung – gewann, giesst Wasser auf die Mühlen des Art Directors Club Schweiz, der sich nicht nur vermehrt kreative Werbung wünscht, sondern gute Ideen als eine Bedingung der Werbewirksamkeit ansieht. Eine Voraussetzung, die die Kampagne des Jahres 2001 hervorragend erfüllt.
Das Tram legt im Hafen an, Schiffe befahren die Strasse
Auf einem kurzen Kommunikationsweg transportiert der Inserateauftritt den Nutzen des Verkehrsverbunds: Dass die Passagiere mit nur einer Fahrkarte verschiedene öffentliche Transportmittel benutzen, etwa vom Bus auf den Zug und auf das Schiff umsteigen können.
Nach dem Motto «Wenn schon verkehrt, dann richtig» zeigen die von Chief Creative Officer (CCO) Jean Etienne Aebi konzipierten Inseratesujets ÖV-Transportmittel an völlig falschen Orten: Die Bahn und das Schiff befahren die Strasse; während man den Bus auf die Schiene gesetzt hat, verkehrt das Tram auf dem Seeweg. Der geistreiche Slogan «richtig verkehrt» setzt der Kampagne die Krone auf. Löst er doch nicht nur die Visuals auf, sondern trägt darüber hinaus zum hohen Unterhaltungswert bei, der dem Auftritt zur «Kampagne des Jahres» verholfen hat.
Die Grossverteiler teilen sich die Plätze zwei und drei
Bereits eine im Vorjahr von der Zürcher Agentur Publicis für den ZVV gestaltete Kampagne hatte Aufsehen und Schmunzeln erregt. Sie setzte die Transportmittel mit einer ähnlich verblüffenden Message als Werbeträger ein. In einer verbalen Umsetzung, die dieselbe Argumentationsschiene befuhr, gaben sich S-Bahnen («Ich bin auch ein Schiff») plötzlich als Schiffe aus und vice versa.
Rang 2 belegte die Kinospot-kampagne für die Migros (unter anderem «Jeans kauft man besser in der Migros») der Zürcher Agentur Exxtra. Auf Platz 3 schaffte es die Imagekampagne für Coop («So macht’s Freude»), die von der Basler cRDDB kreiert wurde.
PS: Das von WerbeWoche, Schweizer Illustrierte und Tele per Wettbewerb verloste Mountainbike Giant XTC NRS 980 erhält Marianne Marty aus Buch am Irchel ZH. Gute Fahrt.
Von Ernst Weber
Die Leser der WerbeWoche, der Schweizer Illustrierten und von Tele haben den «verkehrten» Auftritt des Zürcher Verkehrsverbunds (ZVV) zur Kampagne des Jahres 2001 gewählt.
Die Wahl der Kampagne des Jahres fand zum dritten Mal statt. Während die ersten beiden Abstimmungen ausschliesslich von WerbeWoche-Lesern bestritten wurden, bestimmten dieses Jahr erstmals auch die Leserinnen und Leser der Publikumszeitschriften Schweizer Illustrierte und Tele den Ausgang der Wahl mit.
Die von der Zürcher Werbeagentur Publicis konzipierte Siegerkampagne behielt unter den 21 nominierten Werbeauftritten das Oberwasser. Sie vereinigte rund 18 Prozent aller Stimmen auf sich und gefiel den Konsumentinnen und Konsumenten wie dem Fachpublikum gleichermassen.
Die Kampagne, die bereits einen Effie – Auszeichnung für effiziente Werbung – gewann, giesst Wasser auf die Mühlen des Art Directors Club Schweiz, der sich nicht nur vermehrt kreative Werbung wünscht, sondern gute Ideen als eine Bedingung der Werbewirksamkeit ansieht. Eine Voraussetzung, die die Kampagne des Jahres 2001 hervorragend erfüllt.
Das Tram legt im Hafen an, Schiffe befahren die Strasse
Auf einem kurzen Kommunikationsweg transportiert der Inserateauftritt den Nutzen des Verkehrsverbunds: Dass die Passagiere mit nur einer Fahrkarte verschiedene öffentliche Transportmittel benutzen, etwa vom Bus auf den Zug und auf das Schiff umsteigen können.
Nach dem Motto «Wenn schon verkehrt, dann richtig» zeigen die von Chief Creative Officer (CCO) Jean Etienne Aebi konzipierten Inseratesujets ÖV-Transportmittel an völlig falschen Orten: Die Bahn und das Schiff befahren die Strasse; während man den Bus auf die Schiene gesetzt hat, verkehrt das Tram auf dem Seeweg. Der geistreiche Slogan «richtig verkehrt» setzt der Kampagne die Krone auf. Löst er doch nicht nur die Visuals auf, sondern trägt darüber hinaus zum hohen Unterhaltungswert bei, der dem Auftritt zur «Kampagne des Jahres» verholfen hat.
Die Grossverteiler teilen sich die Plätze zwei und drei
Bereits eine im Vorjahr von der Zürcher Agentur Publicis für den ZVV gestaltete Kampagne hatte Aufsehen und Schmunzeln erregt. Sie setzte die Transportmittel mit einer ähnlich verblüffenden Message als Werbeträger ein. In einer verbalen Umsetzung, die dieselbe Argumentationsschiene befuhr, gaben sich S-Bahnen («Ich bin auch ein Schiff») plötzlich als Schiffe aus und vice versa.
Rang 2 belegte die Kinospot-kampagne für die Migros (unter anderem «Jeans kauft man besser in der Migros») der Zürcher Agentur Exxtra. Auf Platz 3 schaffte es die Imagekampagne für Coop («So macht’s Freude»), die von der Basler cRDDB kreiert wurde.
PS: Das von WerbeWoche, Schweizer Illustrierte und Tele per Wettbewerb verloste Mountainbike Giant XTC NRS 980 erhält Marianne Marty aus Buch am Irchel ZH. Gute Fahrt.
