Die blühenden Blumen des Plakats

Gattungsmarketing Publicis bringt Buch und Plakat zusammen, wirbt für Literatur – und für die APG.

Gattungsmarketing Publicis bringt Buch und Plakat zusammen, wirbt für Literatur – und für die APG.Dazu brauchts Mut. Das Plakat präsentiert für einmal nicht eine kurze Botschaft, sondern gleich ein komplettes Buch. Trotzdem nennt sich solches Tun Gattungsmarketing. Realisiert wurde die Aktion von Publicis, Hausagentur der Allgemeinen Plakatgesellschaft (APG). An der Theaterstrasse sind schon mehrere erfolgreiche Kampagnen für den Aussenwerber entstanden: Angie Becker, die vermissten Tiere oder die unbekannten Museen – alles Aktionen, die viel zu reden gaben. Diesmal gibts dafür viel zu lesen. Auf dem Prinzip des Plakat-USPs aufbauend – effiziente Werbewirkung – wagt das Kreativteam um CD Markus Gut und Texter Roy Spring den medialen Spagat. Für eine gemeinsame Aktion führen die Werber zwei Medien zusammen, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Das Plakat sucht den raschen Blick des Betrachters im öffentlichen Raum, das haptische Vergnügen versprechende Buch ist für privatere, intime Momente bestimmt. Plakat-Geschichte(n)
«Genau in diesem Unterschied liegt der Reiz, Buch und Plakat für einmal zu vereinen», sagt CD Markus Gut. Und so «publizierte» Publicis das erste «Plakatbuch» mitten im vorweihnachtlichen Zürich. An belebten Orten liess der Outdoor-Marktleader der Schweiz den Roman «Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran» von Eric-Emmanuel Schmitt in toto aufhängen, aber auch zwei kürzere Texte von Thomas Hürlimann («Das Rätsel der Wasserwaage») und Hansjörg Schneider («Jesus auf dem Hüninger-Riff») laden zum Lesen ein, ganz nach dem Motto: «Jedes Plakat erzählt eine Geschichte.» Ziel der Aktion sei es auch, ergänzt Publicis-Texter Roy Spring, die Menschen zum Lesen anzuregen – was auch den Kooperationspartner, den Ammann Verlag, freut. In erster Linie aber will die Werbeagentur «die Vielseitigkeit des Mediums im öffentlichen Raum» zeigen.
Jedes Plakat eine Story: Publicis-Aktion fürs Plakat und die APG.

Carlo Bernasconi

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