Zu guter Letzt: Couchepin erklärt alte Redewendungen

Bundesrat Pascal Couchepin scheint mit seinem magistralen Job nicht ganz ausgelastet: Der Kulturminister erklärt neu in der Boulevardzeitung Blick alte Redensarten. Bleibt zu hoffen, dass diese Aktion nicht für die Füchse ist.

Bundesrat Pascal Couchepin scheint mit seinem magistralen Job nicht ganz ausgelastet: Der Vorsteher des eidgenössischen Departement des Innern ist anscheinend vom Juristen zum Etymologen konvertiert und erklärt neu in der Boulevardzeitung Blick alte Redewendungen. Im ersten Beitrag, der am Donnerstag veröffentlicht wurde, erläutert der Kulturminister die Redensart «Für ein Linsengericht verkauft». Geplant sind insgesamt etwa zehn Beiträge.  
Zur möglichen Kritik, ob er nichts Besseres zu tun habe, sagte Couchepin am Donnerstag in einem Interview mit dem Blick: «Das ist sehr sinnvoll eingesetzte Zeit.» Sein Ziel sei es, mit der Bevölkerung zu kommunizieren. Dies könne einem Mitglied des Bundesrats nicht verwehrt sein, sagte Bundesratssprecher Oswald Sigg auf Anfrage der SDA. Im Gegenteil: Es sei sogar sehr erwünscht.
 
Auf ein Honorar verzichtet Couchepin. In Absprache mit ihm überweist der Blick die Beträge an gemeinnützige Organisationen. Für den ersten Beitrag geht das Geld an die Pro Juventute. Somit ist die Aktion wohl nicht ganz für die Füchse – die Erläuterung dieser Redensart würde die Werbewoche-Redaktion übrigens auch interessieren.

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