«King Roger» ist der Influencer Nummer Eins

Vor rund zwei Jahren nahm das Thema Influencer Marketing rasant an Fahrt auf – inzwischen gehören bei der Mehrheit der Schweizer Unternehmen Budgets für Influencer Marketing zum fixen Bestandteil des jährlichen Marketingetats.

Als Influencer gelten Personen, die in den sozialen Medien regelmässig öffentlich zugängliche Inhalte erschaffen, mit denen sie Einfluss auf das Verhalten ihrer Follower ausüben. Es sind die Meinungsmacher der Millenials und der Generation Z. Aktuelle Nummer Eins in der Schweiz: Roger Federer.

Algorithmen erfassen über 10`000 Schweizer Influencer

Um die Top-Influencer zu ermitteln haben die Kommunikationsagentur Jung von Matt/Limmat, die Influencer-Marketing-Plattform Reachbird haben und die Universität St. Gallen ein Ranking erstellt, das  populäre Social Media-Auftritte nach folgenden sieben Kriterien analysiert.Durchschnittliche Engagement Rate (Verhältnis Anzahl Kommentare/Likes zur Followerzahl)Comments / Like Ratio (Verhältnis Anzahl Kommentare zur Anzahl Likes)Followers / Followed Ratio (Verhältnis Anzahl Follower zur Anzahl Accounts, denen der Influencer folgt)Mentions (wie oft der Influencer von anderen Profilen getagged wurde)Ad / No-Ad Ratio (Verhältnis Anzahl Posts mit Ads zur Anzahl Posts ohne Ads. Positiv für das Ranking sind wenige Ads)Followerwachstumsrate (Veränderung Anzahl Follower innerhalb eines Monats)Sentiment der Kommentare (Analyse der Stimmung mittels Emoji-Auswertung in den Kommentaren)

Nicht Followerzahl allein bestimmt den Erfolg

Zentrales Anliegen aller Beteiligten war, dass sich das Ranking nicht bloss an der Followerzahl der Influencer orientiert, sondern dass sieben Indikatoren den Bewertungsalgorithmus bestimmen. Martin Faltl, Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Universität St. Gallen, erklärt: «Viele andere Rankings basieren rein auf der Followerzahl der Accounts oder schreiben diesem Wert eine grosse Bedeutung zu. Wir bieten mit unserem Ranking eine Alternative, die sich dem tatsächlichen Einfluss nähert. Dass uns das gelungen ist, zeigt die Tatsache, dass in den Top 10 sowohl sehr grosse Accounts wie Roger Federer vertreten sind, aber auch deutlich kleinere einflussreiche Accounts.» So liegt denn auch Roger Federer trotz halb so vieler Follower wie Ivan Rakitic im Ranking vor dem Fussballer des FC Barcelona.

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