Intervista di ZFF al creator Felix Bakels: dove il grande schermo incontra il feed di TikTok

Der renommierte Film-Creator Felix Bakels gehört zu den bekanntesten Stimmen der deutschsprachigen Filmszene. Im Rahmen der offiziellen Kooperation zwischen TikTok und dem Zurich Film Festival (ZFF) steht er derzeit direkt am Green Carpet und streamt das Festivalgeschehen live an eine weltweite Community.

m&k hat den Content-Creator während einer Drehpause im Publicis, dem hauseigenen Kleinkino der gleichnamigen Werbeagentur an der Stadelhoferstrasse, zum exklusiven Gespräch getroffen. Im halbstündigen Interview teilt Bakels packende Insights aus seinem Creator-Alltag, schildert emotionale Begegnungen mit Hollywood-Grössen am ZFF und erklärt, worauf Marken bei einer Zusammenarbeit mit Influencern achten müssen, um maximale Relevanz und Reichweite zu erzielen. 

m&k: Hallo Felix, schön, dass du da bist. Wo befinden wir uns gerade?

Felix Bakels: Wir befinden uns hier im Publicis, einem sehr schönen, kleinen Kinoraum, in dem man auch hervorragend Interviews führen kann.

m&k: Erzähl mal, wer bist du und was machst du?

Felix Bakels: Ich bin Felix, Content-Creator aus München, und produziere seit knapp fünf Jahren online Beiträge über Filme. Der Titel «Felix Film Reviews» war ursprünglich nur ein Platzhalter, aber er ist geblieben, weil jeder sofort weiss, worum es geht. Es ist meine grosse Leidenschaft, Filme zu schauen, darüber zu sprechen und andere davon zu überzeugen, warum sich der Kinobesuch für einen bestimmten Streifen lohnt – und welchen man sich vielleicht sparen kann.

Angefangen hat das Ganze, weil ich gemerkt habe, dass viele Menschen ins Kino gehen, ohne gross darüber nachzudenken, und dann oft enttäuscht sind. Ich habe mich gefragt, ob sich denn niemand vorher Gedanken macht oder Kritiken liest. Da ich das anders handhabe, kann ich meinem Umfeld Tipps geben und bei der Auswahl helfen, denn Kino ist schliesslich teuer.

m&k: Erinnerst du dich an deinen allerersten Film?

Felix Bakels: Das muss Das Dschungelbuch gewesen sein, als ich etwa drei Jahre alt war. Ich war wohl noch zu klein dafür und hatte danach eine Menge Alpträume.

m&k: Und was war deine erste Film-Review?

Felix Bakels: Mein erstes Review ist im Grunde ein wunderbarer Full-Circle-Moment. Im September 2018 war ich das erste Mal privat als Gast am ZFF und habe dort Roma von Alfonso Cuarón gesehen. Dieser Schwarz-Weiss-Film hat mich unglaublich bewegt und positiv überrascht – ein Werk, das ich mir sonst vielleicht nie angeschaut hätte. Da habe ich gemerkt, was das Besondere an Filmfestivalfilmen ist: Man lässt sich unvoreingenommen darauf ein und schaut, was der Film mit einem macht.

Live vom Green Carpet: TikTok erobert das Zurich Film Festival

m&k: Du bist nun in einer ganz neuen Rolle am ZFF. Wie nimmst du das Festival wahr und was genau sind deine Aufgaben vor Ort?

Felix Bakels: Ich bin dieses Jahr von TikTok eingeladen worden, um gemeinsam mit dem ZFF Live-Content zu kreieren. Normalerweise produziere und schneide ich meine Videos im Vorfeld, aber hier bin ich live auf Sendung. TikTok und das ZFF wollten zusammen ein Live-Format auf die Beine stellen und haben dafür Creator gesucht. Ich hatte die grosse Ehre, diese Aufgabe zu übernehmen und vom Green Carpet exklusive Einblicke in die Pressearbeit, Premieren und Interviews mit den Stars zu geben. Das macht unglaublich viel Spass.

m&k: Warum engagiert sich eine Plattform wie TikTok überhaupt bei einem traditionsreichen Filmfestival wie dem ZFF?

Felix Bakels: Weil das ZFF mit der Zeit geht und auch ein jüngeres Publikum für Filmfestivals begeistern möchte. Ich wohne in München, also nur vier Stunden entfernt, wusste aber lange Zeit gar nicht, dass es das ZFF gibt. Wenn man in der Filmbranche arbeitet, ist das natürlich präsent, aber viele in meinem Alter oder jünger wüssten oft gar nicht, dass man hier Stars hautnah erleben, Autogramme bekommen oder hautnah dabei sein kann. Dass das ZFF TikTok jetzt so ins Boot holt, ist ein grosser, zukunftsorientierter Schritt.

TikTok hat einen unglaublich starken Puls der Zeit und holt die Jugend genau dort ab, wo sie sich informiert. Wenn man sich das aktuelle Kinojahr anschaut, sind viele Filme vor allem durch TikTok extrem erfolgreich geworden – man denke nur an Obsession o Backrooms. Der Regisseur von Backrooms, Kane Parsons, war als junger Newcomer dieses Jahr sogar selbst am ZFF und gab in einem Live-Panel Einblicke in seine Arbeit. Das zeigt jungen Talenten: Social Media, go for it!

m&k: Wie würdest du die Magie von TikTok in ein bis zwei Sätzen beschreiben?

Felix Bakels: Es ist kein klassisches Marketing-Tool, bei dem man einfach auf einen Knopf drückt und ein Film plötzlich zum Erfolg wird. Es geht darum, die Menschen emotional zu berühren und zu bewegen. Gerade in Zeiten von künstlicher Intelligenz wird es immer wichtiger, dass Inhalte echt sind. Wenn jemand die Kamera anmacht und begeistert von einem Kinobesuch erzählt, spürt man diese rohe Emotion und Faszination. Die Zuschauer wollen Teil dieser Connection sein. TikTok ist so mächtig geworden, weil es genau dieses Bedürfnis nach Gemeinschaft und echtem Austausch perfekt bedient.

Begegnungen auf dem Green Carpet: Grosse Stars hautnah erleben

m&k: Du gehörst nun zur Green-Carpet-Community am ZFF. Wen durftest du bereits treffen und welche Begegnung ist dir besonders in Erinnerung geblieben?

Felix Bakels: Es gab schon so viele tolle Begegnungen. Gestern durfte ich zum Beispiel mit Gustaf Skarsgård sprechen, der seinen neuen Film Adult Supervision vorgestellt hat. Sein Bruder Alexander Skarsgård war übrigens am Tag darauf für seinen Film da – es war sehr schön zu sehen, wie sie sich gegenseitig supporten. Auch mit Jesse Eisenberg, Julianne Moore und Naomi Watts durfte ich wunderbare Interviews führen.

Man merkt bei all diesen internationalen Grössen, ungeachtet ihrer zahlreichen Erfolge oder Oscars, dass ihre tiefe Leidenschaft für das Schauspiel und das Filmemachen im Mittelpunkt steht. Besonders bei Jesse Eisenberg, der bei seinem neuen Film nicht nur mitwirkt, sondern auch Regie geführt hat, war diese Begeisterung förmlich greifbar. Wenn solche Stars ihre Liebe zum Kino teilen, reisst das auf Social Media einfach mit.

m&k: Du strahlst selbst eine riesige Begeisterung aus. Was macht für dich die Magie einer grossartigen Geschichte aus?

Felix Bakels: Das Schlimmste, was ein Film machen kann, ist langweilig zu sein. Ein Film kann noch so gigantische Sets und einen tollen Score haben – wenn mich die Geschichte oder die Performances emotional nicht abholen, funktioniert es für mich nicht.

Am Ende geht es immer um die menschliche Komponente, die sogenannte Relatability. Nehmen wir den Eröffnungsfilm des diesjährigen ZFF, Tenzing, der von der ersten Everest-Besteigung handelt. Letztlich ging es darin gar nicht nur um das Bergsteigen an sich, sondern um den «inneren Everest» – sich selbst zu überwinden und etwas zu schaffen. Sobald man als Zuschauer mit einer Figur mitfühlen und sagen kann: «Ich spüre, was dieser Charakter durchmacht», ist es eine gute Geschichte.

Die Partnerschaft aus Sicht der Community und Marke

m&k: Wie erlebst du die Zusammenarbeit mit dem Team hinter dem ZFF?

Felix Bakels: Durchweg positiv – und das sage ich nicht nur, weil ich gerade hier bin. Die Atmosphäre, die Kommunikation, der Umgang miteinander sind wunderbar. Ob im Festivalzentrum, am Green Carpet, bei der Security oder an der Bar: Alle sind unglaublich nett und zuvorkommend. Man fühlt sich absolut aufgehoben in dieser professionellen Film-Community und keineswegs unter Druck gesetzt.

m&k: Wie unterstützt dich TikTok bei deiner Arbeit vor Ort und generell als Creator?

Felix Bakels: Wir haben hier vor Ort einen festen Ansprechpartner direkt vom TikTok-Live-Team dabei, mit dem ich mich eng austauschen kann. Zudem werden die Streams nicht nur auf meinem Kanal, sondern parallel auch auf dem offiziellen ZFF-Kanal ausgespielt. Das sorgt für eine riesige Reichweite, von der beide Seiten enorm profitieren.

Generell schätze ich an TikTok die absolute kreative Freiheit. Man kann im Grunde machen und darüber sprechen, was man möchte. Zusätzlich gibt es Netzwerke und eigene Discord-Server für den Austausch unter Creatorn, was die Plattform zu einem extrem starken Partner macht.

m&k: Wie sieht dein Produktionssetting vor Ort aus im Vergleich zu zu Hause?

Felix Bakels: Normalerweise produziere und schneide ich meine Reviews und Film-News zu Hause im Studio mit festem Licht und perfekten Audio-Bedingungen. Hier am ZFF arbeite ich komplett live. Statt eines kompakten 60-Sekunden-Videos stehe ich teils zwei bis drei Stunden am Stück vor der Kamera und nehme die Community direkt mit. Jemand, der auf TikTok scrollt, sieht plötzlich einen Creator vor dem ZFF-Banner stehen und live mit Stars wie Tom Hiddleston sprechen – das ist ein authentischer, ungefilterter Einblick in die Premierenwelt, den man im klassischen Fernsehen in dieser Form nicht bekommt.

Der Blick hinter die Kulissen: Tipps für Marken und Agenturen

m&k: Unsere Leserschaft bei m&k besteht zu einem grossen Teil aus Entscheidern aus Marketing, Werbung und Medien. Worauf sollten Brands achten, wenn sie mit Creatorn wie dir zusammenarbeiten möchten?

Felix Bakels: Es gibt verschiedene Wege für Marken, mit uns zu kooperieren. Einerseits kann man reine Werbevideos (Buyouts) für spezifische Kampagnen buchen, die dann auf den Kanälen der Brand ausgespielt werden. Andererseits gibt es die Möglichkeit, bereits organisch entstandene Videos von uns nachträglich zu bewerben, wenn Marken merken, dass der Content bei der Community gut ankommt.

Der dritte Weg ist eine direkte Kooperation, bei der ein Kunde ein Video auf meinem Kanal in Auftrag gibt – etwa um einen neuen Filmstart zu begleiten. Natürlich muss das als bezahlte Partnerschaft gekennzeichnet werden, aber es bleibt meine authentische Meinung. Die Zuschauer wissen das einzuordnen, solange eine gewisse Glaubwürdigkeit vorhanden ist.

m&k: Und was ist der Schlüssel für eine erfolgreiche Zusammenarbeit aus Creatorsicht?

Felix Bakels: Das Wichtigste ist kreative Freiheit. Wenn Brands uns ins Boot holen, um über ein Produkt oder einen Film zu sprechen, uns aber inhaltlich Carte Blanche geben, entstehen die besten Ergebnisse. Natürlich kann man im Nachhinein formale Anpassungen besprechen, aber die authentische eigene Handschrift im Storytelling ist das A und O.

Feierabend im Kino: Zwischen Popcorn, PlayStation und echter Leidenschaft

m&k: Wenn du die Kinowelt verlässt und es dir zu Hause auf dem Sofa gemütlich machst – schaust du dann überhaupt noch privat Filme?

Felix Bakels: Absolut, denn das Ganze ist ja keine reine Arbeit, sondern meine Leidenschaft. Wenn ich keinen Content produzieren muss, setze ich mich trotzdem oft abends auf die Couch und schaue mir einen Film an – einfach aus purem Genuss. Natürlich analysiert das Unterbewusstsein immer bestimmte Kameraeinstellungen oder die Filmmusik mit, aber ich kann auch komplett abschalten. Und wenn ich mal gar keine Lust auf Filme habe, spiele ich eine Runde an der PlayStation oder lese ein gutes Buch.

m&k: Felix, vielen herzlichen Dank für das spannende Gespräch. Wir sehen uns im Kino!

Felix Bakels: Sehr gerne. Unbedingt, schaut gute Filme!

m&k: Werden wir. Tschüss, ciao!


Hintergrund: Die Partnerschaft zwischen TikTok und dem Zurich Film Festival

Die strategische Zusammenarbeit zwischen dem Zurich Film Festival (ZFF) und TikTok zielt gemäss den beiden Partnern darauf ab, das Festivalgeschehen für eine breite digitale Community abzubilden und jüngere Zielgruppen zu erreichen. Die Kooperation ist ein zukunftsorientierter Schritt, um das Event für eine weltweite Community in Echtzeit erlebbar zu machen. Im Fokus steht dabei der globale Trend, dass Kinohits zunehmend durch virale Online-Communities an Fahrt gewinnen, weshalb das ZFF gezielt jüngere, filmbegeisterte Zielgruppen über die Plattform abholen möchte. Durch den Einsatz offizieller Creator direkt an der Press Line und in der Fanzone bietet TikTok einen interaktiven, ungefilterten Draht zu den Stars und macht den exklusiven Festival-Glamour für über eine Milliarde Nutzer zugänglich.

 

 

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