Mitarbeiterbenefits-Studie: Warum Extras über Jobwechsel entscheiden
Eine Mitarbeiterbenefits Studie von Publicis Media zeigt: Vielfältige Zusatzleistungen sind für Beschäftigte längst kein Nice-to-have mehr, sondern beeinflussen direkt die Wahl des Arbeitgebers – und den Entscheid, diesen zu verlassen.

Benefits als fester Bestandteil des Arbeitgeberversprechens
Mitarbeiterbenefits sind für viele Beschäftigte längst mehr als ein Zusatzangebot. Von flexiblen Arbeitszeiten über Gesundheitsangebote bis hin zu finanziellen Leistungen gehören sie inzwischen zum festen Bestandteil des Arbeitgeberversprechens. Gleichzeitig werden zahlreiche Benefits heute vorausgesetzt und zunehmend als selbstverständlicher Teil moderner Arbeit wahrgenommen. Zu diesem Ergebnis kommt die Mitarbeiterbenefits Studie «Publicis More: Benefits mit Wirkung» von Publicis Media.
Demnach finden 57 Prozent der Befragten Arbeitgeber attraktiver, die vielfältige Mitarbeiterbenefits anbieten. 48 Prozent der 18- bis 75-Jährigen würden sogar den Arbeitgeber wechseln, wenn ein anderes Unternehmen bei gleichem Gehalt deutlich bessere Benefits bietet. In der Generation, die gerade ins Berufsleben einsteigt, steigt der Anteil sogar auf fast 60 Prozent. 45 Prozent stimmen zu, dass ein gutes Benefit-Angebot ein niedrigeres Grundgehalt eher ausgleichen kann.
Zufriedenheit mit dem aktuellen Angebot ist gemischt
Die Studie zeigt zugleich, dass Benefits unterschiedliche Aufgaben erfüllen. Mehr als die Hälfte der Beschäftigten sind mit den Benefits ihres aktuellen Arbeitgebers zufrieden. 30 Prozent bewerten das Angebot neutral, 18 Prozent sind unzufrieden. Für Arbeitgeber liegt damit Potenzial in einem Mix, der verlässliche Standards mit Angeboten für unterschiedliche Bedürfnisse und Lebensphasen verbindet. Bestimmte Leistungen werden bereits als Teil der Grundausstattung eines attraktiven Arbeitgebers wahrgenommen. Dazu gehören etwa der Überstundenausgleich, flexible Arbeitszeiten, Weiterbildung, betriebliche Altersvorsorge und ein Parkplatz.
Auch die Nutzung unterscheidet sich nach Funktion. Für Alltags-Benefits weist die Studie eine durchschnittliche Nutzung von 92 Prozent aus. Bei Absicherungs-Benefits sind es 86 Prozent, bei Entwicklungs-Benefits 82 Prozent und bei Care-Benefits 73 Prozent. Die Werte beziehen sich jeweils auf den ungewichteten Mittelwert der dargestellten Angebote unter Befragten, die mindestens einen Benefit ausgewählt haben.
Zeitsouveränität und Homeoffice bleiben zentral
Beim flexiblen Arbeiten stehen zusätzliche freie Tage oder Sonderurlaub mit 66 Prozent Zustimmung an erster Stelle. Gleitzeit erreicht 64 Prozent, eine 35-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich 63 Prozent. Besonders die Gen Y priorisiert Zeitsouveränität: 68 Prozent bewerten Gleitzeit als relevant, 66 Prozent die 35-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich.
Homeoffice wird dabei zunehmend als Standard bewertet, bleibt aber für Arbeitgeberentscheidungen relevant. 47 Prozent sagen, dass ausreichend Homeoffice ihre Arbeitgeberwahl beeinflusst. 43 Prozent geben an, dass eine Reduzierung der Homeoffice-Tage einen Arbeitgeberwechsel auslösen kann. Bei der Gen Z liegen die entsprechenden Werte bei 57 Prozent und 54 Prozent.

Generationenunterschiede prägen die Erwartungen
Die Erwartungen unterscheiden sich auch zwischen den Generationen. Für die Gen Z sind Bonuszahlungen und zusätzliche Sonderurlaubstage sowie Unterstützung bei schweren Erkrankungen mit jeweils 42 Prozent besonders häufig entscheidend für die Arbeitgeberwahl. Boomer nennen am häufigsten Überstundenausgleich mit 29 Prozent, flexible Arbeitszeiten mit 28 Prozent und Bonuszahlungen mit 27 Prozent. Gleichzeitig finden 61 Prozent Benefits für unterschiedliche Lebensphasen wichtig, 59 Prozent befürworten Angebote auch dann, wenn sie diese selbst nicht nutzen, und 57 Prozent finden Arbeitgeber mit vielfältigen Benefits attraktiver.
«Die Ergebnisse zeigen, dass ein wirksames Benefit-Angebot mehrere Funktionen zusammenführen muss: Standards schaffen Verlässlichkeit, während passende Angebote für unterschiedliche Lebensphasen zusätzliche Wertschätzung vermitteln und die Arbeitgeberattraktivität für Mitarbeitende erhöhen. Für Arbeitgeber kommt es darauf an, den Mix an den Bedürfnissen ihrer Beschäftigten auszurichten und zu kommunizieren», so Birgit Pabst, Chief Talent Officer bei Publicis Media.
Für die Mitarbeiterbenefits Studie «Publicis More: Benefits mit Wirkung» befragte das Publicis Media Data Studio online-repräsentativ 2716 deutschsprachige Personen im Alter von 18 bis 75 Jahren in Deutschland. Betrachtet wurden Gen Z im Alter von 18 bis 28 Jahren, Gen Y von 29 bis 44 Jahren, Gen X von 45 bis 59 Jahren und Boomer von 60 bis 75 Jahren.
Weitere Informationen zu Publicis Media: https://www.publicismedia.com
