Digital Ad Trust: Report Reveals Publisher Scores for the First Time

Digital Ad Trust Switzerland weist im Report zum dritten Quartal 2026 erstmals Kennzahlen einzelner Publisher aus. Die Video-Visibility stieg im Gesamtmarkt auf 79.0 Prozent, die Display-Visibility lag bei 73.8 Prozent.

Die drei bestplatzierten Publisher pro Kennzahl im dritten Quartal 2026 (Grafik). Quelle: zvg
Die drei bestplatzierten Publisher pro Kennzahl im dritten Quartal 2026 (Grafik). Quelle: zvg

Der Verein Digital Ad Trust Switzerland weist im Report zum dritten Quartal 2026 erstmals Kennzahlen einzelner Publisher aus. Werbekunden und Agenturen sehen damit neben den Marktwerten, welche Medienhäuser und Vermarkter bei Visibility, Ad Fraud und Brand Safety vorne liegen. Im Gesamtmarkt waren im dritten Quartal 79.0 Prozent der Videoanzeigen sichtbar, 3.1 Prozentpunkte mehr als im Vorquartal. Bei Displaywerbung lag die Visibility bei 73.8 Prozent, die Ad-Fraud-Rate bei 0.47 Prozent.

Digital Ad Trust: Neu Kennzahlen pro Publisher

Bisher zeigte der Report nur Werte für den Gesamtmarkt. Ab diesem Quartal weist er auch aus, welche Publisher bei den einzelnen Kennzahlen die besten Werte erreichen.

Die höchste Display-Visibility erreichte watson mit 77.6 Prozent, gefolgt von Tamedia Advertising mit 76.5 Prozent und 20 Minuten mit 73.9 Prozent. Bei der Video-Visibility liegt Goldbach Audience mit 82.8 Prozent vorne, vor Audienzz mit 80.8 Prozent und Ringier Advertising mit 80.2 Prozent. Die tiefste Ad-Fraud-Rate hat Audienzz mit 0.21 Prozent, knapp vor Tamedia Advertising mit 0.22 Prozent. Bei Brand Safety wurden bei Ringier Advertising am wenigsten Auslieferungen blockiert (0.012 Prozent).

Bei Ad Fraud und Brand Safety gilt: je tiefer, desto besser. Grundlage sind laut Report die Messungen der Publisher (IAS, DoubleVerify, Adserver-Daten). Wurde nur eine Stichprobe gemessen, ist der Wert auf 100 Prozent hochgerechnet.

Display-Visibility: Desktop erreicht 82.4 Prozent

Als sichtbar gilt ein Werbemittel, wenn mindestens die Hälfte seiner Fläche während mindestens einer Sekunde auf dem Bildschirm zu sehen ist (IAB-Standard 50/1). Auf Desktop lag die Visibility von Displaywerbung im dritten Quartal bei 82.4 Prozent, auf Mobile bei 71.1 Prozent.

Auf Desktop war das Format 300×600 mit 90.3 Prozent erneut am besten sichtbar. Das Format 300×250 kam auf 76.9 Prozent, 994×250 auf 74.7 Prozent. Auf Mobile erreichte 320×416/480 mit 73.3 Prozent den höchsten Wert, vor 300×250 mit 70.9 Prozent und 300×600 mit 68.7 Prozent. Einzelne Publisher liegen deutlich über diesen Durchschnittswerten: Beim Desktop-Format 300×600 erreichte 20 Minuten 97.7 Prozent, watson 95.4 Prozent.

Display-Visibility nach Werbeformat auf Desktop und Mobile im dritten Quartal (Grafik). Quelle: zvg
Display-Visibility nach Werbeformat auf Desktop und Mobile im dritten Quartal (Grafik). Quelle: zvg

Digital Ad Trust: Video-Visibility steigt auf 79.0 Prozent

Die Visibility von Videoanzeigen stieg im dritten Quartal um 3.1 Prozentpunkte auf 79.0 Prozent. Auf Desktop lag sie bei 81.4 Prozent (plus 2.8 Prozentpunkte), auf Mobile bei 78.1 Prozent (plus 3.5 Prozentpunkte).

Am stärksten legte Instream zu, also Videoanzeigen vor, während oder nach einem Videobeitrag. Auf Desktop stieg die Visibility um 5.2 Prozentpunkte auf 85.4 Prozent, auf Mobile um 5.3 Prozentpunkte auf 83.2 Prozent. Outstream-Anzeigen erscheinen zwischen redaktionellen Inhalten, etwa in einem Artikel. Auf Mobile verbesserten sie sich um 1.7 Prozentpunkte auf 70.3 Prozent. Auf Desktop lagen sie mit 72.9 Prozent um 3.0 Prozentpunkte unter dem Vorquartal.

Bei Instream erreichte watson auf Desktop und Mobile jeweils mehr als 92 Prozent. 20 Minuten kam auf Mobile auf 90.6 Prozent.

Video-Visibility von Instream und Outstream im Vergleich zum Vorquartal (Grafik). Quelle: zvg
Video-Visibility von Instream und Outstream im Vergleich zum Vorquartal (Grafik). Quelle: zvg

Ad Fraud bleibt unter einem halben Prozent

Ad Fraud bezeichnet Werbung, die nicht von Menschen, sondern zum Beispiel von Bots aufgerufen wird (SIVT, Sophisticated Invalid Traffic). Im dritten Quartal lag die Rate bei 0.47 Prozent. Gegenüber dem tiefen Wert des Vorquartals ist das ein Anstieg um 0.11 Prozentpunkte.

Auf Mobile blieb die Rate mit 0.39 Prozent tief. Auf Desktop stieg sie auf 0.92 Prozent (plus 0.44 Prozentpunkte). Die tiefsten Werte erreichten Audienzz mit 0.21 Prozent und Tamedia Advertising mit 0.22 Prozent. Tamedia Advertising kam auf Mobile sogar auf 0.05 Prozent.

Ad-Fraud-Rate über alle Kanäle, auf Desktop und Mobile im Quartalsvergleich (Grafik). Quelle: zvg
Ad-Fraud-Rate über alle Kanäle, auf Desktop und Mobile im Quartalsvergleich (Grafik). Quelle: zvg

Brand Safety: Blockierungsrate sinkt auf 0.014 Prozent

Brand Safety soll verhindern, dass Werbung neben ungeeigneten Inhalten erscheint. Droht das, wird die Auslieferung blockiert. Im dritten Quartal sank die Blockierungsrate um 0.05 Prozentpunkte auf 0.014 Prozent. Damit wurden weniger als zwei von 10’000 Auslieferungen blockiert. Den tiefsten Wert erreichte Ringier Advertising mit 0.012 Prozent.

Brand-Safety-Werte des dritten Quartals im Vergleich zum Vorquartal (Grafik). Quelle: zvg
Brand-Safety-Werte des dritten Quartals im Vergleich zum Vorquartal (Grafik). Quelle: zvg

Roland Ehrler, Präsident von Digital Ad Trust Switzerland, sagt: «Mit den Kennzahlen einzelner Publisher macht unser Report einen wichtigen Schritt für den Schweizer Werbemarkt. Werbekunden und Agenturen sehen jetzt, wo ihre Kampagnen gut sichtbar sind und in einem sicheren Umfeld laufen.»

Den Verein Digital Ad Trust Switzerland haben die drei Verbände IAB Switzerland Association, Leading Swiss Agencies und Schweizer Werbe-Auftraggeberverband gegründet. Er setzt sich für mehr Transparenz in der Digitalwerbung ein, mit Fokus auf Zertifizierung, Aufklärung und Ausbildung in den Bereichen Ad Fraud, Brand Safety, Visibility und User Experience. Weitere Informationen gibt es unter digitaladtrust.ch.

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