Impulsgeber: die Wire/Tube 2020
Vom 30. März bis am 3. April 2020 wird das Düsseldorfer Messegelände zum globalen Informations- und Kommunikations-Hotspot für die Draht-, Kabel und Rohrbranchen. Die Branchenschwergewichte Wire/Tube werden sich auch 2020 mit insgesamt rund 2600 Ausstellern auf einer Gesamtfläche von 115‘000 Quadratmetern netto in 16 Messehallen präsentieren.

Kurt Eder, Präsident des österreichischen Verbandes der Draht- und Kabelmaschinenhersteller und Inhaber von Eder Engineering, wies aber auf der Pressekonferenz zur Wire/Tube auch darauf hin, dass der Handelskrieg, ausgehend von den USA, den Export dramatisch erschwere. Zur Wire/Tube in Iran kamen kaum mehr Aussteller. Die Wire/Tube in Düsseldorf verstehen sich deshalb als Impulsgeber, gerade auch in Zeiten, die von einer Unsicherheit durch handelspolitische Spannungen zwischen den USA, China und Europa und Brexit geprägt sind.
Aber in Düsseldorf brummt es nach wie vor und der sich in Deutschland abzeichnende wirtschaftliche Rückgang hat sich nicht auf die Wire/Tube ausgewirkt. Von den 20 im VÖDKM organisierten Verbandsmitgliedern nehmen 17 an der Wire teil. «Wer hier nicht teilnimmt, gilt als im Markt nicht mehr aktiv» sagt, Friedrich-Georg Kehrer, Global Portfolio Director Metals and Flow Technologies, Messe Düsseldorf. Rund 1240 Aussteller aus 57 Ländern präsentierten ihre Produkte und Services auf der letzten Tube-Messe auf einer Ausstellungsfläche von etwa 52‘400 Quadratmetern. Fast 30‘000 Besucher liessen sich die Rohr-Leitmesse nicht entgehen.

Aussteller sind auch Besucher
1988 startete die Wire mit 4000 Quadratmetern Ausstellungsfläche. Mit rund 1440 Ausstellern aus 53 Ländern setzt die Wire heute Massstäbe. Rund 42‘250 Besucher – ein Rekordwert – informierten sich im 2018 über die zahlreichen Innovationen. Diese wurden auf einer Ausstellungsfläche von 65‘065 Quadratmetern präsentiert.
Auf der Wire/Tube sind Aussteller manchmal gleichzeitig auch Besucher. Ein Nagelhersteller findet auf der Wire auch den Lieferanten seiner Nagelproduktionsmaschine. Die Wire/Tube ist eine der sogenannten (Welt-)Leitmessen in Düsseldorf, die sich im 2020 durch den Messezyklus geballt zusammenfinden und der Messe Düsseldorf ein Umsatz-Rekordjahr bescheren werden. Aber auch kleine Unternehmen, die Startups, testen hier ihre Marktfähigkeit. «Es spielt sich nicht immer alles bei den Grossen ab», sagt Friedrich-Georg Kehrer (Bild oben).
Zum ersten Mal bietet die neue multifunktionale Messehalle den Tube-Ausstellern neue Darstellungsmöglichkeiten. «Wir hoffen, dass die neue Halle 1 nicht nur für die Messe, sondern für Düsseldorf ein Wahrzeichen wird», so Friedrich-Georg Kehrer.
Ein klares Jein zur Messe365
Dass Aussteller und Besucher nach wie vor auf die Wire/Tube (und auf sämtliche Messen in Düsseldorf) kommen, ist gemäss Friedrich-Georg Kehrer ein klares Nein an die sogenannte «virtuelle» Messe (wenn auch nicht an eine gewisse Digitalität im Messemanagement): «Maschinen und Anlagen sind weiter erklärungsbedürftig, das geht im Internet und in Chats nicht. Messen sind sinnlich, auch eine Wire/Tube lebt vom Hören, Fühlen, Sehen, Schmecken. Das macht die Messe so wichtig. Die Industrie muss sich physisch treffen. Ein Ersatz im Netz besteht nicht, die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache.»
