Fantasy Basel: Ein neuer Stern am Schweizer Messehimmel
EVENTS Über 30’000 Besucher werden am Auffahrtswochenende an der Fantasy Basel erwartet. Die Schweizer Comic Con in der Messe Basel wird zum zweiten Mal durchgeführt und bietet einiges für Film-, Game-, Comic und Cosplayfans.

An der Fantasy Basel tummeln sich die verschiedensten Game-, Film und Comic-Figuren. Die besten «Cosplayer» werden mit einem Preis ausgezeichnet.Die Schlange, die sich vor dem Messezentrum in Basel am Donnerstag, 5. Mai bildet, ist riesig. Aus allen Richtungen strömen Menschen in ausgefallenen Kostümen an die Fantasy Basel. Die «Swiss Comic Con», welche in diesem Jahr erst zum zweiten Mal durchgeführt wird, scheint den Nerv der Zeit getroffen zu haben.Vorallem die jüngere «Multimedia-Generation» zeigt sich begeistert von der neuen Plattform, die Eventexperte Martin Schorno ins Leben gerufen hat. Bereits im zweiten Jahr verzeichnet die Messe doppelt so viel Fläche, Künstler und Aussteller wie letztes Jahr.

Über 30’000 Besucher werden an der zweiten Ausgabe der Fantasy Basel erwartet.Auch die Anzahl der Sponsoren und Partner konnte deutlich gesteigert werden. Es sind dies einerseits Firmen aus der IT-Branche wie Steg, Data Quest, Digitec, Samsung, Sonos und HP, andererseits beispielsweise auch Bücherläden wie Thalia und Orell Füssli.

Merchandising an der Fantasy Basel: Neben Plüsch-Gamefiguren wie Yoshi gibt es unter anderem auch Fantasygemälde, Games, T-Shirts, Tassen, Bücher und vieles mehr zu kaufen.In diesem Jahr konnten die Messeveranstalter zwei Stargäste nach Basel locken: Kevin Sussmann und Kristian Nairn. Sussmann ist weltweit bekannt für seine Rolle als Stuard («Comic-Book-Guy») in der populären Serie «The Big Bang Theory». Dem TV-Star gefällt es in Basel: «Es ist so wunderschön hier – fast zu schön», so Sussmann mit einem Augenzwinkern. Das sich seine Figur in «The Big Bang Theory» immer mehr zu einem Loser entwickelt, stört ihn nicht, im Gegenteil: «Da alle Hauptfiguren nun etwas cooler geworden sind und eine Freundin haben, liegt es wohl an mir, den einsamen Nerd zu repräsentieren.»Kristian Nairn spielt Hodor, einen wiederkehrenden Charakter in Game of Thrones. Die preisgekrönte Serie Game of Thrones von HBO, basierend auf den Büchern von George R. R. Martin, feiert weltweit grosse Erfolge. Hodor ist ein Diener des Hauses Stark und arbeitete in Ställen von Winterfell. Er dient als Träger von Bran Stark und ersetzt dessen Beine, die er seit einem Sturz nicht mehr bewegen kann. Hodor kann nur ein Wort sagen, nämlich «Hodor», das alles und nichts bedeuten kann. Im Gegensatz zur Figur Hodor ist Nairn sehr gesprächig. Auch ihm gefällt es in Basel. So habe er im besten Hotel übernachtet, in dem er je gewesen sei. Der bekennende homosexuelle Schausspieler kam eher durch Zufall zu der Rolle in der Kultserie – eigentlich hatte er sich für eine Rolle in dem Film «Hot Fuss» beworben. Zum Erstaunen der Fans hat Nairn praktisch keine Bücher von George R.R. Martin gelesen noch die fünfte Staffel gesehen, bei der Hodor keine Rolle spielt.

Die beiden Stargäste an der Fantasy Basel: Kristian Nairn (links) und Kevin Sussmann.Eine Attraktion an der Fantasy Basel sind aber auch die sogenannten «Cosplayer». Bei dem japanischen Verkleidungstrend stellen Fans eine Figur aus Manga, Anime, Computerspiel oder Film durch Kostüm und Verhalten möglichst originalgetreu dar. Am Schluss des ersten Tages wurden die besten «Cosplayer» prämiert.

Die Gewinnerin des Cosplay-Awards überzeugte mit einem sexy Ninja-Kostüm und einer mitreissenden Showeinlage.Die Fantasy Basel findet noch bis Samstag, 7. Mai statt. Kurzentschlossene können sich hier ein Ticket sichern.Autor: Simon Wolanin
