Entschädigung für die Messe- und Eventwirtschaft?
Für den immensen Schaden in der mittelständisch geprägten Veranstaltungsbranche fordert der Famab Kommunikationsverband Entschädigungen. Er zeigt mit einer Studie des Research Institutes for Exhibition and Live-Communication (RIFEL) wirksame Massnahmen, um ein grossflächiges Unternehmens-Sterben zu verhindern.

Die Veranstaltungsbranche ist in Schadensdauer und Schadenhärte die am schwersten betroffene Branche Deutschlands. Für den immensen Schaden in der mittelständisch geprägten Veranstaltungsbranche fordert der Famab (famab.de) Entschädigungen und zeigt mit einer Studie des RIFEL wirksame Massnahmen, ein grossflächiges Unternehmens-Sterben zu verhindern. Der Famab dazu: «Den Unternehmerinnen und Unternehmern der Veranstaltungsbranche wurde jede noch so kleine Perspektive genommen. Viele fragen sich mittlerweile nicht mehr nur, wie lange sie das noch durchalten. Sie fragen sich, warum sie überhaupt durchhalten sollten. Dies muss nun von den zuständigen Regierungen zügig geändert werden. Gute Worte reichen dafür nicht aus.»
Die Studie des RIFEL zeigt fünf sehr detailliert ausgearbeitete Handlungsstränge:
- Umgestaltung der Kreditprogramme
- Sicherung der Liquidität / Vermeidung der Bilanzüberschuldung
- Fixkostenzuschuss durch Nothilfefonds
- Anpassung der Bedingungen für Kurzarbeit
RIFEL Handlungsempfehlungen: Veranstaltungssicherheit im Kontext von COVID-19
Zur Eindämmung der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus wurde durch die Bundes- und Landesregierung(en) bereits Anfang März 2020 ein faktisches Berufsverbot über die gesamte Branche verhängt. Trotz der Lockerungen, die in der letzten Woche durch Teile der Landesregierungen angekündigt wurden, wird es Monate dauern, bis Messen und Businessveranstaltungen in nennenswertem Umfang wieder stattfinden werden.

Dazu Jörn Huber, Vorstandsvorsitzender des Famab:
«In allen Gesprächen mit politischen Entscheidungsträgern wird uns bekundet, dass die dramatische Situation der Veranstaltungsbranche erkannt ist. Und immer wieder wird uns gesagt, dass es hauptsächlich an konkreten und umsetzbaren Ansätzen fehle.
Mit der Studie des RIFEL geben wir den Entscheidern nun sehr detaillierte und nach Meinung zahlreicher Experten aus Politik und Wirtschaft auch umsetzbare Handlungsempfehlungen an die Hand. Wir fordern allerdings, dass man Unternehmen, bei denen die Corona-Massnahmen bis zu 100% der Umsätze der letzten und auch der zukünftigen Monate vernichtet hat, nun endlich auch entsprechend hilft.»
