Zurich Film Festival Jury: Fukunaga und Plambech im Doppel
Die Zurich Film Festival Jury steht fest: Cary Joji Fukunaga präsidiert den Spielfilm-, Sine Plambech den Dokumentarfilm-Wettbewerb um das Goldene Auge. Beide kehren als einstige ZFF-Preisträger zurück.

Das Zurich Film Festival hat die Besetzung seiner diesjährigen Wettbewerbsjurys bekanntgegeben. Die Zurich Film Festival Jury wird in diesem Jahr von zwei international bekannten Filmschaffenden angeführt: James-Bond-Regisseur Cary Joji Fukunaga präsidiert die Jury des Spielfilm-Wettbewerbs, die dänische Regisseurin und Anthropologin Sine Plambech leitet die Jury des Dokumentarfilm-Wettbewerbs. In beiden Kategorien konkurrieren je vierzehn Filme – ausschliesslich erste, zweite oder dritte Regiearbeiten – um das Goldene Auge, dotiert mit 25’000 Franken.
Zurich Film Festival Jury: Fukunaga kehrt an den Ort seines Durchbruchs zurück
Cary Joji Fukunaga ist dem ZFF seit Langem verbunden: 2009 lief sein Debütfilm SIN NOMBRE im Wettbewerb, 2021 feierte sein James-Bond-Film NO TIME TO DIE als Gala-Premiere in Zürich. Neben Fukunaga sitzen in der Spielfilm-Jury die Schauspielerin Ella Rumpf, der Regisseur Fernando Eimbcke, Produzentin Julie Billy sowie Filmeditor und Regisseur Walter Fasano.
«Die beiden Wettbewerbe sind dem Nachwuchs gewidmet – Regisseurinnen und Regisseure, die am Anfang ihrer Karriere stehen, präsentieren ihre ersten Arbeiten. In dieser Rolle war auch einst Cary Joji Fukunaga, der mit seinem allerersten Spielfilm SIN NOMBRE 2009 bei uns im Wettbewerb lief und dann grosse Karriere gemacht hat. 2021 durften wir seinen James-Bond-Film NO TIME TO DIE als Gala Premiere präsentieren», erklärt Reta Guetg, Festival Director des ZFF.

Zu Fukunagas Filmografie zählen zudem BEASTS OF NO NATION und die Verfilmung von Charlotte Brontës JANE EYRE. Für die Serie TRUE DETECTIVE erhielt er einen Emmy für die beste Regie. Ella Rumpf, in Zürich aufgewachsen, gewann 2024 den César sowie den Schweizer Filmpreis für LE THÉORÈME DE MARGUERITE. Fernando Eimbcke gilt als einer der einflussreichsten Regisseure Lateinamerikas, sein Debüt DUCK SEASON feierte 2004 in Cannes. Julie Billy produzierte unter anderem THE LITTLE SISTER, ausgezeichnet mit der Queer Palm in Cannes. Walter Fasano gewann mit CALL ME BY YOUR NAME den Oscar für das beste adaptierte Drehbuch.
Plambech kehrt als ehemalige Preisträgerin zurück
Sine Plambech gewann 2018 mit ihrem Dokumentarfilm-Debüt HEARTBOUND selbst das Goldene Auge am ZFF. In diesem Jahr zeigt sie mit RESCUE ihr neuestes Werk als Europapremiere in Zürich. «Die dänische Regisseurin Sine Plambech steht der Jury des Dokumentarfilm-Wettbewerbs vor. In dieser Doppelrolle als Filmemacherin und Anthropologin weiss sie, wie dokumentarisches Schaffen den Blick auf unsere Gesellschaft prägt», so Guetg weiter. «Nun kehren zwei Filmschaffende als Jurypräsidenten zurück. Eine typische ZFF-Geschichte. Es freut uns sehr, dass sich Sine Plambech und Cary Joji Fukunaga als Filmschaffende die Zeit nehmen, den Nachwuchs zu begleiten.»

In der Dokumentarfilm-Jury sitzen neben Plambech der Kameramann Alfredo de Juan, die Produzentin Anne Köhncke, die Schweizer Regisseurin Jela Hasler sowie der österreichische Regisseur und Produzent Nikolaus Geyrhalter, bekannt für Filme wie HOMO SAPIENS und UNSER TÄGLICH BROT.
Wettbewerbsfilme aus aller Welt
Im Spielfilm-Wettbewerb treten unter anderem DUA von Blerta Basholli, SERIFE TAVSAN von Tareq Daoud sowie SEVDA von Ufuk Emiroglu an. Im Dokumentarfilm-Wettbewerb konkurrieren Titel wie SCHRECKSCHRAUBE von Simon David und THE SIEGE OF PARADISE von Gar O’Rourke um das Goldene Auge.
Das Zurich Film Festival ist das zweitgrösste Filmfestival im deutschsprachigen Raum und präsentiert jeden Herbst während elf Tagen aktuelle Filmentdeckungen. Die 22. Ausgabe findet vom 24. September bis 4. Oktober 2026 statt.
