SRG streicht Spesenpauschale
Die SRG hat den Angestellten die Spesenpauschale von gut 1'600 Franken pro Jahr gestrichen. Laut Sonntagszeitung hält sich bei der Belegschaft die Begeisterung darüber in Grenzen.
Seit Anfang Jahr müssen die Angestellten der SRG ihre Kleinspesen einzeln abrechnen. Wie die Sonntagszeitung schreibt, herrscht bei den TV- und Radioleuten deswegen «dicke Luft». Laut Stephan Ruppen vom Schweizer Syndikat Medienschaffender (SSM) hat man bei der Gewerkschaft der Fernseh- und Radiomitarbeiter diesbezüglich zahlreiche Beschwerden und Anfragen erhalten und die Anrufe häufen sich.
Neuerdings werden beispielsweise für externe Mahlzeiten 32 Franken und für das Frühstück zehn Franken vergütet. Für Dienstreisen von SRF-Mitarbeitenden zu anderen SRG-Standorten dürfen keine Spesen geltend gemacht werden. Früh- und Spätdienstler bekommen maximal 50 Franken Taxikosten oder 28 Franken Kilometerentschädigung pro Dienst erstattet. Diese Regelungen gelten laut Sonntagszeitung für alle Angestellten – vom Tontechniker bis hin zu den prominenten Aushängeschildern.
Die Gewerkschaft SSM kritisiert nun, von der Neuerung würden zwar spesenintensive Mitarbeitende unter Umstände profitieren – wer jedoch wenig Aufwand verursache und meist am selben Ort arbeite, habe mit einer «versteckten Lohneinbusse» zu rechnen. Denn die Spesenpauschale, so Ruppen, sei für viele ein Lohnbestandteil gewesen. Die SSM sucht deswegen eine Aussprache mit der SRG, die auf Anfrage der Sonntagszeitung jederzeit für «konstruktive Gespräche bereit» sei.
Teaserbild (Banknoten): Keystone
