SRF 1 «Rundschau»: Gespräche mehr auf Augenhöhe

Der Publikumsrat äussert sich positiv zur Gesprächssituation an der «Heissen Theke» der neuen «Rundschau». Auch das moderne Erscheinungsbild gefällt. Inhaltlich fallen attraktiv umgesetzte Berichte auf -  manchmal aber auch eine Tendenz zur Dramatisierung.

Der 1994 eingeführte «Heisse Stuhl» ist weg. Endlich, findet der Publikumsrat einstimmig und freut sich, dass es nun an der modernen «Heissen Theke» zu Gesprächen auf Augenhöhe kommt. Die Interviews sind trotz der angenehmeren formalen Anlage unbequem geblieben, was das Gremium schätzt. In den beobachteten Sendungen moderierte immer Sandro Brotz und die Mehrheit der Ratsmitglieder erlebt ihn als sympathisch, glaubwürdig, beharrlich und fair.

Das neue optische Erscheinungsbild gefällt den Beobachtenden und wird als frisch, modern, «kühl und cool» empfunden. Hingegen polarisiert die Einführung von dreidimensionalen Präsentationen: Eine Mehrheit des Rates wertet die Augmented Reality als Spielerei. Als vorproduziertes Element in der Live-Studio-Atmosphäre wirke sie zudem unnatürlich.

Inhaltlich überzeugt die «Rundschau» die Mehrheit des Publikumsrates mit den meist attraktiven Themen und deren Aufarbeitung. Als wichtig bewertet das Gremium die Auslandthemen, weil SRF nicht über ein Auslandsmagazin verfügt. Viele Geschichten berühren emotional, es kann dabei aber die Gefahr bestehen, dass Distanz und Sachlichkeit verloren gehen. Einigen Ratsmitglieder fällt in einigen Beiträgen manchmal eine Tendenz zur Dramatisierung auf, die sich bei der Themenauswahl und in nachgestellten Szenen mit Musikuntermalung zeige.
(SDA)
 

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