SBB kooperieren mit Red Bull Media House – und werfen dabei Fragen auf

In den Zügen liegt gratis das neue Outdoormagazin Bergwelten auf. Hinter der Aktion steckt eine Kooperation zwischen den SBB und Red Bull Media, die nicht allen gefällt.

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Das neue Wander- und Outdoormagazin Bergwelten, das am Kiosk neun Franken kostet und im April zum ersten Mal erschien (Werbewoche.ch berichtete), liegt in den SBB-Zügen gratis auf. Bzw. hängt an den Kleiderhaken, wie es sonst dem hauseigenen Magazin Via vorbehalten ist. Dies berichtet die Schweiz am Wochenende in ihrer aktuellen Ausgabe.

Die Kooperation sei auf Anfrage des Magazins entstanden, sagen die Bundesbahnen auf Anfrage der Zeitung. Finanzielle Details zur «Spezialaktion» hingegen werden nicht bekanntgegeben.

Aus Sicht der Passagiere stellt das attraktiv aufgemachte Magazin sicherlich eine willkommene Abwechslung dar. Viele Magazine sind bereits aus den Wagen verschwunden und wurden von den Reisenden mitgenommen.

Anderen Publikationen hingegen stösst die Verteilaktion an privilegierter Lage sauer auf, denn sie würden auch gerne davon Gebrauch machen. Die SBB geben an, man sei offen für Zusammenarbeiten, sofern eine «Reise-DNA gegeben» sei. Bereits im Herbst 2016 hat man den Katalog von Schweiz Tourismus aufgelegt – Interesse von anderen Verlagen ansonsten sei nicht bekannt.

Wie die Schweiz am Wochenende schreibt, gab es dieses Interesse in der Vergangenheit aber sehr wohl. So soll das Magazin Transhelvetica vor fünf Jahren betreffend einer Marketingkooperation angefragt haben. Ein Aushang sei damals seitens der SBB mit der Begrüdung «nicht möglich» abgelehnt worden, sagt Transhelvetica-Chefredaktor Jon Bollmann – neben Via hätte es keinen Platz in den Zügen. Auch das SAC-Magazin Die Alpen wäre interessiert an einer Kooperation, wusste bis zum «Fall Bergwelten» aber noch gar nicht, dass die SBB plötzlich für Kooperationen offen zu sein scheinen.

Gut möglich also, dass in Zukunft weitere Titel in SBB-Wagen aufgehängt werden. Ob Schweizer Verlage die selben Konditionen bieten können wie der finanzstarke Red-Bull-Konzern, bleibt hingegen abzuwarten. (hae)

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