Ringier Medien Schweiz streicht 55 statt 75 Stellen
Nach Abschluss des Konsultationsverfahrens reduziert sich die Anzahl der abzubauenden Stellen bei Ringier Medien Schweiz von 75 auf 55. Für die betroffenen Mitarbeitenden kommt ein Sozialplan zur Anwendung.

Am 9. Januar 2024 informierte die Geschäftsleitung von Ringier Medien Schweiz (RMS) über den geplanten Abbau von total 75 Stellen (werbewoche.ch berichtete) und eröffnete das Konsultationsverfahren. In den darauffolgenden zwei Wochen hatten die beiden Personalkommissionen von Ringier AG und Ringier Magazine AG (ehemals Ringier Axel Springer Schweiz AG) sowie alle Mitarbeitende die Möglichkeit, Vorschläge einzureichen, mit denen der geplante Abbau vermieden, in geringerem Umfang umgesetzt oder abgemildert werden könnte.
20 Stellen gesichert
In den vergangenen Tagen hat die RMS-Geschäftsleitung die Vorschläge eingehend auf ihre Umsetzbarkeit hin überprüft und bewertet. Durch Massnahmen wie Pensenreduktionen, Streichung von Vakanzen und organisatorische Anpassungen konnte der geplante Abbau um 20 Stellen verringert werden. Insgesamt werden 55 Kündigungen ausgesprochen, die sich gleichmässig auf Mitarbeitende der Ringier AG und der Ringier Magazine AG verteilen. Darunter sind 14 Stellen von Mitarbeitenden, die anboten, das Unternehmen zu verlassen sowie auch Frühpensionierungen. Für alle betroffenen Mitarbeitenden kommt der Sozialplan der Ringier AG zur Anwendung.
Impressum, der Berufsverband Schweizer Medienschaffender, äusserte Bedauern darüber, dass letztendlich doch 55 Stellen abgebaut werden. Der Abbau wäre in der an sich rentablen Mediengruppe vermeidbar gewesen, schrieb Impressum in einer Mitteilung vom Montag. Der Sparbeitrag der Top-Kader sei zu gering ausgefallen und Synergien seien zu wenig genutzt worden.
Auch die Gewerkschaft Syndicom kritisiert den Stellenabbau, begrüsste aber, dass Ringier auf die alternativen Vorschläge des Personals eingegangen ist. Ringier müsse nun einen fairen Sozialplan verhandeln, um die Auswirkungen für die Betroffenen zu minimieren, schrieb die Gewerkschaft am Montag. (SDA)
