Radio 1 lagert News-Produktion aus und streicht sechs Stellen

Der Radiosender von Roger Schawinski bezieht seine News-Bulletins bald von CH Media; denn mit ihnen könne sich der Sender nicht profilieren, zudem fehlen Werbeeinnahmen. Das zieht auch Kündigungen nach sich.

Bild: Matt Botsford, Unsplash.

Radio 1 produziert die News-Bulletins ab Frühling 2024 nicht mehr selber. Der Sender von Roger Schawinski wird diese vom News-Team der CH-Media-Radios beziehen. Sechs Fest- und Teilzeitmitarbeitende verlieren dadurch in Zürich ihre Stellen.

Mit den News-Bulletins könnten sich die Radiosender heute nicht mehr so gross profilieren wie früher, sagte Radio-1-Chef Schawinski. Mit den vielen aktuellen Internet-Angeboten mit ihren Pushmeldungen habe sich der Medienkonsum radikal verändert.

Die Produktionskosten für die News-Bulletins sind gemäss Schawinski wegen der stark fallenden Einnahmen aus der nationalen Radiowerbung nicht mehr refinanzierbar. Mit der Zusammenarbeit könne sich Radio 1 auf die relevanten eigenen Programm-Inhalte konzentrieren, wird der 78-jährige Radiomacher zitiert.

Sein Radio mache den Unterschied «bei der Musik, der Moderation, der Ansprache und bei den langen Wortsendungen». Das News-Team von CH-Media-Radio produziert gemäss Mitteilung Nachrichten für 16 private Radiostationen. Zwölf davon gehören zur CH-Media-Gruppe, vier sind wie Radio 1 Fremdsender. (sda)

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