Publizist Markus Somm will Nebelspalter übernehmen
Der ehemalige Verleger und Chefredaktor der Basler Zeitung, Markus Somm, plant die Übernahme der satirischen Monatszeitschrift Nebelspalter. Dies schreibt die Handelszeitung in ihrer neuesten Ausgabe.

Mit der geplanten Übernahme des Nebelspalter will Somm ein konservatives Medienprojekt realisieren, das bisher unter dem Arbeitstitel «Säntis» lief (Werbewoche.ch berichtete). Der 55-jährige bürgerliche Publizist will sich der Handelszeitung zufolge noch nicht zum Projekt äussern: «Wir kommunizieren erst, wenn wir kommunizieren können.»
Der neue Nebelspalter soll gemäss Informationen, die der Handelszeitung vorliegen, bis zu siebzig Investoren an der Hand haben, die jeweils 100’000 Franken fürs Medienprojekt gesprochen haben sollen. Damit stünden bis zu 7 Millionen Franken bereit, um die geplante 15-köpfige Redaktion in einer mehrjährigen Startphase zu finanzieren.
Zur Gruppe der Geldgeber sollen auch einflussreiche Wirtschaftslenker gehören. Die Rede ist von Marcel Erni und Alfred Gantner, den beiden schwerreichen Mitgründern des Private-Equity-Konzerns Partners Group. Auch der Multimilliardär und Amag-Eigner Martin Haefner soll das Projekt unterstützen. Ebenso der frühere SVP-Nationalrat und Autohändler Walter Frey. Als Verwaltungspräsident sei Ex-Bankier Konrad Hummler im Gespräch, der früher die Neue Zürcher Zeitung präsidierte.
