Publikumsrat: «Die grössten Schweizer Talente» mit hohem Unterhaltungswert

Der Schweizer Publikumsrat hat in seiner aktuellen Sitzung über die Casting-Show «Die grössten Schweizer Talente» und die «Sinerzyt»-Beiträge auf der «DRS Musikwelle» befunden. Beide Formate bewertet der Rat sehr positiv.

Die Adaption eines im Ausland bewährten Formates sei überzeugend gelungen. Die Show habe einen hohen Unterhaltungswert und spreche ein breites Publikum an, so der Publikumsrat. Die Moderation und die Jury haben ebenfalls durch ihre Kompetenz und Glaubwürdigkeit einen positiven Eindruck hinterlassen. Bedenken äusserten die Ratsmitglieder bezüglich der Teilnahme von sehr jungen Talenten und bezüglich der Ausbreitung von Lebens- und Leidensgeschichten der Teilnehmenden. Hier sei ein sehr verantwortungsvoller Umgang notwendig und die Einführung eines Mindestalters von 16 Jahren zu überlegen.

Die «Sinerzyt»-Beiträge auf der «DRS Musikwelle» erachtet der Publikumsrat als attraktiv, bereichernd, interessant und informativ. Der inhaltliche Mix komme allerdings zu beliebig und oft zu kurz daher. Hier bedürfe es einer stärkeren inhaltlichen Strukturierung und thematischen Gewichtung. Geschätzt wird, dass mit diesem Programm das Potenzial des grossen Sendearchivs hörerfreundlich genutzt wird. Zusätzlich müsste aber hinterfragt werden, ob und wie diese Beiträge auch einem jüngeren Publikum zugeführt werden könnten.

Der neue Chef der «DRS Musikwelle», Bernhard Siegmann, stand dem Publikumsrat erstmals in seiner neuen Funktion Red und Antwort. Sein Herzblut und sein Engagement waren spürbar, so der Rat. Und weit über die Rubrik «Sinerzyt» hinaus liess er seine Ziele mit der «DRS Musikwelle» erkennen. Der Internetauftritt besitzt nach Meinung der Ratsmitglieder zwar einen Mehrwert, dieser könne aber noch gesteigert werden. Die Fülle der Beiträge, die über das Internet abrufbar sind, fallen besonders positiv auf. Wünschenswert wäre, dass diejenigen Beiträge, die im Radio gekürzt daherkommen, im Internet in Originallänge anzubieten. Diesbezüglich besteht Ausbau-Bedarf und -Potenzial, hält der Publikumsrat fest.
 

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