Privatradios wollen SRG beschränken
Der Verband Schweizer Privatradios VSP will einen Rückzug der SRG aus jenen Marktpositionen, die ebenso gut von Privaten belegt werden können. Die SRG möchte ihrerseits eine Partnerschaft mit den privaten Medien - so könne man im Internetmarkt bestehen.
In seiner Stellungnahme zu den vom BAKOM veröffentlichten Studien plädiert der VSP für eine Neudefinition des Auftrages der SRG. Bei den Radioprogrammen solle sie sich auf DRS 1 und 2 konzentrieren. DRS 2 solle zudem mit den zweiten Programmen anderer Sprachregionen zusammengelegt werden. Die SRG solle die Regionaljournale den Privaten überlassen und auf DRS 3, Virus, Musikwelle sowie Swiss Classic, Pop und Jazz verzichten. Auch auf Radiowerbung solle DRS weiterhin verzichten.
Man verstehe sich nicht als Gegenspielerin, sondern als Partnerin der privaten Medien, wie sie in ihrer Stellungnahme betont. Gemeinsam könnten SRG und Private die kritische Masse gegenüber Google, Facebook & Co einigermassen aufbringen. Mit einer Partnerschaft könnte man sich auf dem Internet-Werbemarkt stärken und die Kosten senken. Man verstehe sich als nachhaltige Garantin eines eigenständigen Schweizer (Medien-)Angebots. Die SRG verweist dabei auf ihre Mitfinanzierung der Schweizerischen Depeschenagentur SDA, die kleineren Zeitungen ein Komplettangebot ermögliche.
