Öffentlichkeitsgesetz.ch ist «beste Qualitätsinitiative im Schweizer Journalismus»

Der Verein Öffentlichkeitsgesetz.ch erhält den 6. Medien-Award 2011 des Vereins Qualität im Journalismus. Damit wird eine junge Initiative von Journalistinnen und Journalisten ausgezeichnet, die sich dafür einsetzen, dass das Öffentlichkeitsprinzip in der Schweiz gefördert wird.

Die Auszeichnung wird jedes zweite Jahr für die «beste Qualitätsinitiative im Schweizer Journalismus» vergeben. Die neunköpfige Jury liess sich gemäss Mitteilung vor allem von der seit Juni 2011 aufgeschalteten Internetplattform Oeffentlichkeitsgesetz.ch überzeugen. Mit wenigen Mausklicks lassen sich dort Anträge an Bundesstellen und Kantonsverwaltungen formulieren. Zur Zeit wird die Website auf Französisch übersetzt. Sobald die Finanzierung gesichert ist, soll sie auch auf Englisch abrufbar sein.

Der Verein Öffentlichkeitsgesetz.ch will bei Medien und in der Verwaltung einen Bewusstseinswandel fördern, wie es in der Mitteilung weiter heisst. In seinen Statuten hat er sich zum Ziel gesetzt, das Öffentlichkeitsgesetz «zu einem griffigen Arbeitsinstrument für Medienschaffende» zu machen. Der Vorstand besteht aus Präsident Martin Stoll (Sonntagszeitung), den Vizepräsidenten Denis Masmejean (Le Temps) und Hansjürg Zumstein (Schweizer Fernsehen) sowie Vera Beutler («Plädoyer – Magazin für Recht und Politik»), Catherine Boss (Sonntagszeitung), Thomas Knellwolf (Tages-Anzeiger und «Der Bund») und Titus Plattner (Le Matin Dimanche). Der Vorstand arbeitet ehrenamtlich. Als gemeinnütziger, verlagsunabhängiger Verein verfolgt Öffentlichkeitsgesetz.ch keinen kommerziellen Zweck. Der Aufbau der Internetplattform wurde vom Medienhaus Tamedia finanziert und auf der Redaktion der Sonntagszeitung umgesetzt. Die Konferenz der ChefredaktorInnen und die Vereinigung der Bundeshausjournalisten (VBJ) haben das Patronat übernommen. Neben Tamedia wird es finanziell unterstützt von der Gottlieb und Hans Vogt Stiftung, von Konsumenteninfo und der Oertli-Stiftung. Der Verein operiert aber eigenständig und unabhängig. Aktivmitglieder können nur hauptberufliche Journalisten werden.

Die Auszeichnung für die beste allgemeine strukturelle Qualitätsinitiative erhielt das Projekt zur Radioaus- und -weiterbildung im interkulturellen Kontext (Rawik).
 

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