New York Times streicht 100 Redaktionsstellen
Wegen sinkender Werbeeinnahmen und wachsender Konkurrenz aus dem Internet setzt nun auch die New York Times den Rotstift an.
Es würden hundert Stellen in der Redaktion gestrichen, hiess es in einem Schreiben der Geschäftsführung an die Mitarbeiter. Das entspreche nach Angaben von Herausgeber Arthur Sulzberger Junior und Geschäftsführer Mark Thompson etwa 7,5 Prozent der 1’330 Beschäftigten im journalistischen Bereich. Zusätzlich wolle sich das Blatt von einigen Angestellten in anderen Geschäftsbereichen trennen.
Die New York Times kämpft seit Jahren darum, profitabel zu bleiben und setzt auf den Ausbau des Onlinegeschäfts. Im Internet- und Videobereich wurden dafür in den vergangenen Jahren neue Jobs geschaffen. Die bisherige Gesamtmitarbeiterzahl stieg dem Blatt zufolge dadurch auf einen Höchststand.
Die Stellenstreichungen seien «notwendig, um unsere Kosten unter Kontrolle zu halten und es uns zu ermöglichen, weiter in die digitale Zukunft der New York Times zu investieren», hiess es. Die Führung der Zeitung sei sich bewusst, dass die Einschnitte «schmerzhaft» seien – «sowohl für die Betroffenen als auch für ihre Kollegen», hiess es in dem Schreiben von Herausgeber Arthur Sulzberger und Geschäftsführer Mark Thompson an die Mitarbeiter. Im Zuge des Stellenabbaus solle Betroffenen ein freiwilliges Ausscheiden angeboten werden. Sollte es aber nicht genügend Interessenten dafür geben, seien auch Entlassungen möglich.
Ausserdem solle «NYT Opinion», eine neue App für Meinungsbeiträge, wegen zu geringen Nutzerinteresses wieder abgeschafft werden. Die Sparmassnahmen sollen die langfristige Profitabilität der Zeitung sicherstellen.
